News gAG München

Ausbildungsbegleitung in München: Ausbilder- und Azubitreff

Mitte April war es wieder soweit: Wir hatten zum Ausbildertreff eingeladen, dieses Mal mit dem Schwerpunkt „Resilienz und Stressmanagement – …. und was heißt das für die Ausbildung? “.

Als Referenten zu diesem Thema konnten wir Herrn Dr.       Alfred Lenz gewinnen, der als leitender Werksarzt und Psychoanalytiker für die BMW Group tätig ist. Neben Basisinformationen zu den wichtigsten Ursachen und Auswirkungen von Stress und Resilienz standen vor allem die konkreten Handlungsoptionen im Vordergrund.: Welche Möglichkeiten gibt es für einen gesunden Umgang mit dem Stress? Was lässt sich tatsächlich umsetzen? Und wie kann ich dieses Wissen auch für die tägliche Arbeit mit Auszubildenden nutzen? Die Ausbilder diskutierten konkrete Beispiele aus ihrem beruflichen Alltag und konnten neue Impulse für ihre tägliche Arbeit mitnehmen.

Gemeinsam „dem Stress auf die Spur zu kommen“, das hat Ausbildungsverantwortlichen und Ausbildungsbegleitern viel Spaß gemacht. Der abschließende Mittagsimbiss diente dann gleich dem Stressabbau und natürlich dem weiteren Austausch und Netzwerken. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Oktober!

Wir danken an dieser Stelle  allen Ausbildern und Personalverantwortlichen unserer Kooperationsbetriebe, die sich jeden Tag aufs Neue der stressigen Herausforderung stellen, die (Joblinge-)Azubis zu begleiten und auf ihrer Ausbildungsstrecke zu unterstützen! DANKE!!!

Und auch die Azubis ließen sich im ersten Halbjahr blicken:

„Kunstlinge“ – Auftaktveranstaltung zum Kunstprojekt in der Pinakothek der Moderne
Oder: Was hat JOBLINGE mit Kunst zu tun?

Ende Juli hatten die Joblinge der gAG München etwas zu feiern. In einer großen Auftaktveranstaltung wurde zelebriert, dass die Münchner Rotary Clubs das Projekt „Kunstlinge“, ein Kooperationsprojekt zwischen der gAG München, der Pinakothek der Moderne und dem Rotary Club München – Englischer Garten, als ihr Leuchtturmprojekt ausgewählt haben und damit eine langfristige Finanzierung des Projekts angestoßen haben.

Jugendliche der beiden Münchener Standorte – JOBLINGE und JOBLINGE Kompass – zeigten ihre Projektergebnisse auf der Bühne des Ernst-von-Siemens-Auditoriums in der Pinakothek der Moderne. Sie sprachen über drei ausgewählte Kunstwerke des Museums und ihrem Zugang dazu. Sie präsentierten ihre eigenen Bilder, die die Thematik des Originals aufgriffen und sie ließen das Publikum lauschen, wenn eine selbstkomponierte Soundschleife abgespielt wurde, die die Stimmung des Originalbildes wiedergab.

„Was hat JOBLINGE mit Kunst zu tun?“ Diese Frage stellten die Jugendlichen ganz provokativ auf der Bühne. Das ist nämlich die Frage, die zu Beginn des fünftägigen Kunst-Workshops, der mitten im Museum stattfindet, von allen Workshop-Teilnehmern gestellt wird. Dass bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz nicht nur ordentliche Bewerbungsunterlagen und gute Zeugnisse hilfreich sind, merken die meisten Teilnehmer im Laufe des Projekts. In der Auseinandersetzung mit Kunst erleben sich die Jugendlichen auf ungewohnten Terrain. Im Museum. Beim Gestalten und Designen von Bild und Ton. Als Akteure auf der Bühne. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, sich selbst von einer anderen Seite kennenzulernen, eigene Fähigkeiten neu zu entdecken, Offenheit für das Fremde und vor allem Selbstbewusstsein zu entwickeln. „Kunst ist eigentlich ganz interessant,“ gaben die Teilnehmer am Ende vor dem Publikum zu und wurden mit tosendem Applaus für ihren Mut, ihre Offenheit und ihr Durchhaltevermögen belohnt.

84 % Vermittlungsquote bei der ersten Gruppe in 2016

Im Januar starteten 21 motivierte Jugendliche in München, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Mittlerweile sind die sechs Monate Programm vorbei und nahezu alle konnten sich einen Ausbildungsplatz erarbeiten. Über eine Vermittlungsquote von 84% freut sich das Münchener Team und gedenkt sich mit der zweiten Gruppe keineswegs darauf auszuruhen!

JOBLINGE-Kompass pilotiert seit April 2016 in München


Voller Eifer und Tatendrang betraten am 11. April diesen Jahres 20 junge Männer aus den Ländern Syrien, Iran und Eritrea den neuen JOBLINGE Kompass-Standort in der Ridlerstraße.
Den ersten Kontakt mit JOBLINGE machten sie im Flüchtlingsheim, wo ihnen die Kompass-Mitarbeiter etwas von „Ausbildung“ und „Berufsbezogenen Deutschkursen“ erzählten und damit das neu konzipierte Programm JOBLINGE Kompass vorstellten. Dieses wurde eigens von der JOBLINGE Initiative für Geflüchtete entwickelt, um junge Geflüchtete schnellstmöglich nach Ankunft in Deutschland in den Arbeitsmarkt zu integrieren. 

In der Kick-Off-Woche bauten die Teilnehmer im Tierpark eine Sandinsel für Kamele und halfen mit beim Möbeltragen und -aufbau für den neuen Standort. Hier möchten wir unbedingt unseren Kooperationspartnern und Spendern danken, ohne die in den Büros nicht so hochwertige Büroausstattung zu finden wäre und ohne die der Einzug nicht so problemlos funktioniert hätte: ein ganz großes Dankeschön an APAX Partners, die Amgen GmbH, B-Team Möbelmontagen GmbH die TÜV Süd Akademie sowie die Versicherungskammer Bayern!

Während der Orientierungsphase präsentierten die Teilnehmer ihren zukünftigen ehrenamtlichen Mentoren eine Sequenz „Body-Percussion“ und erkundeten in den darauffolgenden Wochen gemeinsam mit uns Unternehmen wie Schenker, Amazon, REWE und Ibis. Spätestens dann war allen klar, dass JOBLINGE mehr als „Schule“ ist. Und auch das Deutschlernen kam nicht zu kurz, wenn auch zu ihrer Überraschung durch das JOBLINGE eigene Sprachkonzept, mit viel Bewegung und Interaktion.
Mittlerweile stehen 18 ebendieser Teilnehmer kurz davor, in die ersten Praktika in vielen unterschiedlichen Bereichen zu gehen. Die Berufsorientierung hat ihnen gezeigt, dass es mehr Ausbildungen gibt als nur den allseits beliebten „Automechaniker“. Der berufsbezogene Sprachkurs lieferte hierzu das nötige Fachvokabular, sodass die angehenden Koch-Praktikanten den Schneebesen nicht nur halten, sondern auch benennen können. Großartige Unterstützung erhält JOBLINGE in München von einigen Kooperationspartnern, die neben Praktikums-, Anstellungs- und Ausbildungsmöglichkeiten zudem Räumlichkeiten für die berufsbezogenen Sprachkurse zur Verfügung stellen und gleichzeitig viele ehrenamtliche Mitarbeiter motivieren, diese Sprachkurse für unsere Teilnehmer durchzuführen. In der ersten Runde haben hier insbesondere die Versicherungskammer Bayern, die Amgen GmbH und viele Direktorinnen und Direktoren von ibis/Accor Hotels in München ihr Engagement in die Tat umgesetzt und erfolgreich mit den Geflüchteten Sprache gelernt. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken. Nicht zuletzt möchten wir uns bei unseren ehrenamtlichen Unterstützern bedanken, insbesondere bei Wolfgang Ritzinger, Julia Muser und Nagib Khazaka, die das hauptamtliche Team unterstützen und mit viel Herzblut dazu beitragen, unser Pilotprogramm erfolgreich zu machen. Bei der JOBLINGE-Kompass-Auftaktfeier der Gesamtorganisation in der BMW-Welt stellten einige der Teilnehmer auch ihr schauspielerisches Talent unter Beweis. Im Theaterstück demonstrierten sie, was auch zum täglichen Mantra bei JOBLINGE gehört: „In Deutschland muss man pünktlich sein“ und nahmen die Zuschauer mit in ihre Lebenswelt.

Mitte Juli startete bereits die zweite Gruppe mit 20 neuen Teilnehmern. Die Nationalitäten und der Eifer sind gleich, aber dieses Mal sind wir neben männlichen Teilnehmern auch mit einer jungen Frau gestartet.

Weitere Informationen, Bilder und Videos zu JOBLINGE Kompass und der Auftaktfeier in der BMW Welt finden Sie auf der News-Seite der Dachorganisation.