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„Die Ausbildung ist nur der Anfang“

02.02.2022 | gAG Leipzig

JOBLINGE-Mentorin Jennifer Pauli (Foto: Sophie Valentin)

Lebens- und Berufserfahrung weitergeben, zuhören und gemeinsam reflektieren – JOBLINGE-Mentorin Jennifer Pauli erzählt, was sie als Mentorin für die Jugendlichen antreibt. Das Interview wird veröffentlicht anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der JOBLINGE gAG Leipzig dieses Jahr.
 

Warum engagieren Sie sich bei JOBLINGE?

Ich habe in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn sehr viel Unterstützung, Rat und Starthilfe bekommen und schon immer die Möglichkeit gehabt, mich frei auszuprobieren. Mit meinem ehrenamtlichen Engagement bei JOBLINGE möchte ich Jugendlichen diese Unterstützung, die mir so geholfen hat, weitergeben.
Es ist für Jugendliche hilfreich, verschiedene Lebensläufe, Jobmöglichkeiten und Arbeitswelten kennenzulernen – diese Chancen bietet JOBLINGE und meine Perspektive kommt ergänzend hinzu. Außerdem war es bisher auch für mich sehr bereichernd, die unterschiedlichen Lebensrealitäten meiner Mentees kennenzulernen.
 

Warum sind Mentor*innen für junge Menschen wichtig?

Als Mentorin biete ich hauptsächlich meine Zeit an. Zeit, um zuzuhören, zu ermutigen, zu motivieren, zu hinterfragen und zu reflektieren. Diese Zeit für individuellen Austausch zu beruflichen Themen, aber manchmal auch privaten Herausforderungen, ist sehr wichtig für junge Menschen. Sie bekommen dadurch eine ungeteilte Aufmerksamkeit, die den Rücken stärkt und eine Konstante im aufregenden Berufsstart ist. Außerdem bekommen sie eine neue Perspektive auf Themen und können von der Praxiserfahrung der Mentor*innen profitieren. 
 

Was zeichnet ihre Mentee Hiba aus, wie hat es bei ihr geklappt mit der Ausbildung?

Hiba hat die Gabe, auch in den schwierigsten Moment ihren Mut nicht zu verlieren. Ihr Ehrgeiz voranzukommen, ihre Beharrlichkeit und ihr Wille etwas zu erreichen, haben mich immer wieder sehr beeindruckt. Es war nie die Frage, ob sie eine Ausbildung macht, sondern eher, wie schnell es klappt. Und jetzt ist sie schon im dritten Ausbildungsjahr. (Zum Interview mit Hiba Mahrouk geht es hier.)
 

Welche Tipps geben Sie Ihren Mentees am liebsten?

Das ist schwer zu sagen, denn jede*r ist so unterschiedlich und hat andere Vorstellungen von der eigenen Zukunft. Generell rate ich aber immer dazu, so offen wie möglich zu kommunizieren, zu lernen, die eigenen Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche anzusprechen, Konflikte auch mal auszuhalten und – dass die Ausbildung nur der Anfang der Berufslaufbahn ist.


Vielen Dank für Ihr Engagement und das Interview!