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FAQ

Allgemein

  • Was macht JOBLINGE?

    JOBLINGE ist eine gemeinnützige Organisation, die jungen Menschen dabei hilft, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu bekommen. In einem speziell entwickelten sechsmonatigen Programm lernen die Teilnehmenden, welcher Beruf zu ihnen passt, welche Stärken sie besitzen und wie sie sich richtig bewerben. Während der Ausbildung bleibt JOBLINGE dran: mit unseren Ausbildungsbegleiter*innen.

  • Wie wird man Teilnehmer*in?

    Wer zwischen 17  und 27 Jahren alt ist und arbeits- oder ausbildungssuchend gemeldet ist, kommt in Frage. Sprechen Sie Ihre*n Ansprechpartner*in bei der Arbeitsagentur oder im Jobcenter an oder kontaktieren Sie direkt den JOBLINGE-Standort in Ihrer Stadt.

  • Was ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft (gAG)?

    Im Gegensatz zu herkömmlichen Aktiengesellschaften erhalten die Aktionäre einer gemeinnützigen AG eine ideelle Dividende: Sie beteiligen sich, weil sie sich engagieren wollen, und nicht, um Profit zu erhalten. Die Vertreter der Aktionäre engagieren sich ehrenamtlich als Vorstand oder im Aufsichtsrat der JOBLINGE gAG.

  • Was ist ein Social-Franchise-Unternehmen?

    Die überregionale JOBLINGE-Dachorganisation in München ist die „Franchisegeberin“. Das bedeutet: Sie konzipiert und treibt das JOBLINGE-Programm voran. Die lokalen Standorte sind „Franchisenehmer“ und setzen das Konzept in der direkten Arbeit mit den Jugendlichen um. JOBLINGE ist eine der ersten „Social“-Franchise-Organisationen in Deutschland. „Social“ weil im Zentrum der Arbeit das Engagement für die Jugendlichen steht – und das Konzept gebührenfrei an die Standorte vergeben wird. Neben der JOBLINGE-Stiftung sind auch die gAGs Gesellschafter der DO.

  • Gehört JOBLINGE zur Boston Consulting Group (BCG)?

    JOBLINGE wurde 2007 von der Unternehmensberatung Boston Consulting Group und der Eberhard von Kuehnheim Stiftung der BMW AG gegründet, um benachteiligte Jugendliche im Übergangssystem nachhaltig im Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Eberhard von Kuehnheim Stiftung hat sich 2012 aus der operativen Rolle zurückgezogen. Die Boston Consulting Group leitet die Initiative weiterhin operativ als Teil ihres Social-Impact-Engagements. Vorstände der JOBLINGE-Dachorganisation und der Gesamtinitiative sind Ulrike Garanin und Kadim Tas. Garanin ist als Principal der BCG für diese Aufgabe freigestellt.

  • Ist JOBLINGE eine Maßnahme?

    JOBLINGE ist eine Initiative: Sie ist Motivatorin, Unterstützerin, Chancengeberin. Wir verstehen uns als Unternehmen und arbeiten auch so. Für uns zählt die Wirkung der Arbeit – also die echte Vermittlung von jungen Menschen in Ausbildung und Arbeit. Da jedoch viele Teilnehmende über die Jobcenter zu uns kommen, kennt man uns dort auch als „Maßnahme“.

  • Ist JOBLINGE ein Bildungsträger?

    JOBLINGE ist eine Initiative. Wir verstehen uns als Unternehmen und arbeiten auch so. Für uns steht die Vermittlung von jungen Menschen in Ausbildung und Arbeit im Vordergrund. Daher verstehen wir uns nicht als Bildungsträger.

  • Wo findet man JOBLINGE?

    Von Hamburg über Berlin bis nach München, Frankfurt oder Köln: JOBLINGE gibt es deutschlandweit an über 32 Standorten. Hier gibt es die genaue Übersicht.

Finanzierung

  • Wie finanziert sich JOBLINGE?

    JOBLINGE ist eine gemeinnützige Organisation mit öffentlich-privater Kofinanzierung: circa 65 Prozent der Mittel stammen aus öffentlichen Mitteln und rund 35 Prozent von Spenden von Unternehmen und Privatpersonen. Der Anteil der Finanzierung hängt von den lokalen Förderbedingungen ab und variiert von Standort zu Standort.

  • Warum ist JOBLINGE auf Spenden angewiesen?

    Viele unserer Teilnehmenden gelangen über das Jobcenter zu uns, das bedeutet: Ein gewisser Teil des sechsmonatigen Programmes ist durch diese öffentliche Finanzierung sichergestellt. Doch die Förderkriterien sind strikt: neue Projekte wie das MINT-Programm, Workshops des Kultur- und Sportprogramms oder auch zentrale Aufgaben wie Kommunikation, Marketing, Partnerprogrammeund vieles mehr, müssen wir durch Fundraising stetig selber finanzieren.

  • Wie unterstützt der Staat JOBLINGE?

    Unser engster Partner ist die öffentliche Hand: die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter. Gemeinsam arbeiten wir daran, langzeitarbeitlose junge Menschen zu aktivieren, orientieren und in Ausbildung und Arbeit zu bringen. Ein wichtiger Teil der Unterstützung ist die Förderung durch die öffentliche Hand.

  • Wie unterstützen Unternehmen JOBLINGE?

    Ob als Spender*in, Ausbildungsunternehmen oder durch Mentor*innen: Unternehmen unterstützen JOBLINGE auf vielfältige Art und Weise. Ohne unser großes und stetig wachsendes Unternehmensnetzwerk aus über 2.400 Unternehmen könnten wir unser Programm nicht so realisieren, wie wir es tun.

Gesellschaftliche Notwendigkeit

  • Die Arbeitslosenzahlen sind doch niedrig, warum gibt es so viele Jugendliche ohne Ausbildung?

    Die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss steigt (siehe Berufsbildungsbericht 2018), 2017 lag sie bei 14,2 Prozent. 2,13 Millionen Menschen bis 34 Jahre besitzen keine berufliche Qualifikation. Das hat unterschiedliche Gründe: falsche Wahl des Ausbildungsberufes oder keine Orientierung, schlechte Noten, wenig Unterstützung im Familien- oder Freundeskreis und viele andere Herausforderungen. In Zeiten des Fachkräftemangels versucht JOBLINGE Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen passgenau in Ausbildung oder Arbeit zu bringen.

  • Warum brauchen diese Jugendlichen Hilfe?

    Sei es ein kompliziertes Elternhaus, ein schwieriges soziales Umfeld, keine festen Strukturen oder persönliche Probleme: Jeder Mensch trägt ein „eigenes Päckchen“ mit sich. JOBLINGE unterstützt Jugendliche, die eine langfristige und vielseitige Unterstützung gut gebrauchen können und befähigt sie, ihre Talente zu entdecken – und im passenden Beruf einzusetzen.

  • Was ist das „Übergangssystem“?

    Die Schule ist vorbei und dann was? Viele Absolventen*innen wissen nicht, welchen Weg sie nach der Schule einschlagen sollen. Einige haben gar keinen Schulabschluss. Somit gelingt der Übergang zwischen Schule und Aufnahme einer Berufsbildung nicht immer lückenlos. Sie sind dann im „Übergangssystem“, in dem sie in sogenannten berufsbildenden Maßnahmen auf den Eintritt ins Berufsleben vorbereitet werden sollen. Mehr dazu in unserem Video.

  • Warum hat JOBLINGE ein Programm speziell für Geflüchtete?

    Rund 120.000 junge Geflüchtete unter 25 Jahren sind in Deutschland arbeitssuchend. Arbeit schafft langfristig Perspektiven und nicht zuletzt ist Arbeit essentiell für die Integration. In unserem Kompass-Programm unterstützen wir junge Geflüchtete gezielt mit Sprachkursen und intensiver Orientierung über das duale System sowie Unternehmensbesuchen und Praktika, damit sie gut vorbereitet auf Ausbildungssuche gehen können.

Programm

  • Was unterscheidet JOBLINGE von ähnlichen Initiativen?

    Wir legen den Fokus auf die Wirkung unserer Arbeit. Die Teilnehmenden stehen im Vordergrund und das Ziel ist immer: Ausbildung. Dabei treten wir als Probe-Arbeitgeber auf. Von Tag eins an setzen wir auf Praxis: Unternehmensbesuche, Workshops in und mit Unternehmen und Praktika. Bei uns erhält jeder junge Mensch eine*n persönliche*n Mentor*in. Menschen, die mitten im Berufsleben stehen und den Teilnehmenden den Rücken stärken. 1700 Ehrenamtliche unterstützen uns in ganz Deutschland. Unser Partnernetzwerk besteht aus 2400 Unternehmen bundesweit – und wächst stetig. Zusätzlich zu 50 Institutionen der öffentlichen Hand. Nur gebündeltes Engagement funktioniert. Außerdem legen wir Wert auf die Evaluation und die Wirkung der eigenen Arbeit – transparente Quoten und Finanzen. Vor allem unseren Kooperationspartnern gegenüber.

    Unser Jahresbericht gibt über alle Fakten und Erfolge Auskunft und ist nach dem Social Reporting Standard erstellt.

  • Was ist der Unterschied zwischen Klassik und Kompass?

    Im Gegensatz zum Klassik-Programm erhalten die Kompass-Teilnehmenden gezielte berufsbezogene Sprachqualifizierung und interkulturelle Sensibilisierung. Das Kompass-Programm basiert ansonsten auf demselben pädagogischen und didaktischen Konzept wie das Klassik-Programm.

  • Was ist die gemeinnützige Projektarbeit?

    Zum Start einer jeden neuen JOBLINGE-Gruppe beweisen sich die Teilnehmenden in einem mehrtägigen gemeinnützigen Projekt. Ob Wände streichen im Kinderheim, den Stadtpark reinigen oder den Spielplatz renovieren: Mit der gemeinnützigen Projektarbeit wecken wir bei den Jugendlichen die richtige Einstellung und Grundmotivation – und nicht zuletzt bleibt das gute Gefühl: etwas Sinnvolles für andere getan zu haben.

  • Warum gibt es bei JOBLINGE Kultur- und Sportprogramme?

    „Warum soll ich jetzt Theater oder Fußball spielen?“ Gerade, wer anfänglich besonders skeptisch war, lobt im Nachgang das Kultur- und Sportprogramm. Denn hier lernen die Jugendlichen wichtige Schlüsselkompetenzen: Sich auf Unbekanntes einlassen, Vorurteile und Grenzen überwinden – und Teamfähigkeit zeigen.

  • Was machen die Mentor*innen?

    Unsere Mentor*innen machen Mut, motivieren, stärken den Rücken und haben ein offenes Ohr: Während der Ausbildungssuche und oft noch darüber hinaus begleiten sie ihre*n Mentee als Ansprechpersonen. Die Jugendlichen profitieren vom Wissen und den Erfahrungen ihrer Mentor*innen.

  • Wer kann Mentor*in werden?

    Jeder, der Lust und Zeit hat, sich für sechs Monat ehrenamtlich für junge Menschen zu engagieren. Idealerweise stehen die Mentor*innen fest im Berufsleben und können somit ihre Erfahrungen mit unseren Teilnehmenden teilen. Die Mentor*innen treffen auf junge Menschen mit ganz anderen Startbedingungen, Hintergründen und Lebenswelten – das Mentoring ist eine eindrückliche Bereicherung für beide Seiten.

  • Wie kann ich am Programm teilnehmen?

    Melden Sie sich bei den Kolleg*innen am Standort, sie freuen sich auf Sie!

  • Was ist das MINT-Programm?

    Mit unserem MINT-Programm begeistern wir unsere Teilnehmenden für Berufe in den Bereichen Mathe, Information, Naturwissenschaften und Technik (kurz: MINT). Es besteht aus zwei Säulen: Der Lern-App „Mathe als Mission“ und den MINT-Workshops.

  • Was ist das Steilpass-Programm?

    Mehr als 5.000 Nachwuchsspieler träumen von der einen Sache: Profi-Fußballer werden. Doch was ist, wenn es nicht mit der Profi-Karriere klappt? Eine Berufsausbildung ist ein wichtiges zweites Standbein – mit Steilpass unterstützen wir die Nachwuchs-Kicker bei der beruflichen Orientierung, der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder der Vermittlung von Praktika.