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Die JOBLINGE Ausbildungsbegleitung

Ungefähr jede*r vierte Auszubildende bricht die Ausbildung ab (Quelle: Berufsbildungsbericht 2018). Gründe dafür sind etwa Konflikte mit den Vorgesetzten, schlechte Arbeitsbedingungen oder falsche Berufsvorstellungen.

Mit der JOBLINGE-Ausbildungsbegleitung beugen wir Ausbildungsabbrüchen vor und klären mögliche Konflikte und Probleme frühzeitig. Unser Angebot ist für ehemalige Teilnehmende kostenfrei und wird je nach JOBLINGE-Standort durch Spenden und teilweise die Öffentliche Hand finanziert. 85 Prozent unserer Alumni sind dadurch auch noch 6 Monate nach Ausbildungsbeginn in ihrer Ausbildung – eine Nachhaltigkeitsquote auf die wir sehr stolz sind.

 


 

„Es war genau das Richtige, sich einmal Zeit zu nehmen und hinzuschauen,
was eigentlich schief läuft. Ohne die Ausbildungsbegleitung hätte ich das nicht geschafft.“ 

Maria, JOBLINGE-Alumna und angehende Kauffrau für Büromanagement im 2. Lehrjahr

„Wir bieten vielseitige und inhaltlich sehr interessante Ausbildungsmöglichkeiten mit tollen Karrierechancen in unserem Unternehmen. Dabei arbeiten wir gerne und eng mit den JOBLINGE-Teilnehmenden zusammen. Die Jugendlichen werden ausgezeichnet auf die Ausbildung vorbereitet und durch die Ausbildungsbegleitung von JOBLINGE haben die Azubis eine großartige zusätzliche Unterstützung, auf die wir nicht mehr verzichten möchten!“

Ibrahim Dourra Maigna, REWE Markt GmbH (Zweigniederlassung Süd)

 


Was wir wollen: Das Ziel der Ausbildungsbegleitung ist der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung und die langfristige Integration in den Arbeitsmarkt.
 

Wie wir vorgehen: Jede*r Auszubildende und jedes Unternehmen werden auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Ausbildungs-Abschluss aktiv unterstützt. Hierbei stehen die Stabilisierung des Ausbildungsverlaufs und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten (Auszubildende*r, Ausbilder*in, Berufsschule etc.) im Vordergrund.
 

Was wir JOBLINGE-Alumni bieten: 

  • Spannende Azubi-Events für den gemeinsamen Austausch
  • Vermittlung zwischen Azubis und Unternehmen bei Konflikten
  • Unterstützung beim Lernen für die Berufsschule
  • Erreichbarkeit bei Fragen und Hilfe bei Problemen, auch außerhalb von Ausbildung und Berufsschule
  • ... und vieles mehr


Was wir Unternehmen bieten: 

  • Regelmäßiger Austausch zur Entwicklung der bzw. des Auszubildenden
  • Besprechungen bei aktuellen Problemen und Konflikten mit Auszubildenden 
  • Organisierter Ausbilderaustausch mit Ausbilder*innen anderer Unternehmen
  • Feedbackgespräche im Unternehmen
  • Einladung zu JOBLINGE-Events


 

3 Fragen an: Lea Haßkamp, Leitung Ausbildungsbegleitung JOBLINGE gAG Berlin


Welchen Nutzen haben die Ausbildungsunternehmen von der Ausbildungsbegleitung?
Wir bauen zu unseren Teilnehmenden schon während des Programms eine Bindung auf und sind sensibel für deren Lebenslagen. Für Betriebe ist es oftmals sehr hilfreich, auf unsere Unterstützung als außenstehende Person zurückzugreifen. Denn wir haben einen guten Zugang zu den jungen Menschen und gleichzeitig Verständnis für die betrieblichen Belange. Diese Mittlerinnenfunktion nehme ich sehr gerne ein, weil ich die Wirkung in den vielen Jahren als Ausbildungsbegleiterin deutlich spüren konnte.
 


Welche Events für Azubis und Unternehmen gibt es?
Für Azubis gibt es mindestens zweimal im Jahr größere Treffen, wie unser Sommerfest, wo wir zusammen kommen und uns ganz allgemein rund um Themen in der Ausbildung austauschen. Darüber hinaus bieten wir Workshops zu bestimmten Themen an. Letztes Jahr fanden bei uns in Berlin zum Beispiel zwei Online-Treffen statt, eines zum Thema Empowerment & Rassismus und eines zum Thema Finanzen.

Für Ausbilder*innen gibt es an vielen Standorten Ausbilder*innentreffs für den allgemeinen Austausch und Workshops zu relevanten Themen. Wir haben zuletzt einen Workshop zum Thema „Zukunft der Ausbildung“ in Berlin angeboten. Aber auch Themen wie Konfliktmanagement, Diversitätssensibilität oder psychische Gesundheit werden behandelt.
 

In welchem Bereich spürst du den größten Einfluss deiner Arbeit?
Positiv in Erinnerung bleiben mir Fälle, wo die Auszubildenden oder auch Ausbildungsbetriebe mich ganz aktiv um Unterstützung oder Vermittlung gebeten haben. Eine Auszubildende habe ich intensiv auf ein Konfliktgespräch mit ihrem Vorgesetzten vorbereitet. Mithilfe der Regeln der gewaltfreien Kommunikation haben wir gemeinsam überlegt, wie sie ihre Belange angemessen vortragen kann. Im Vorfeld hat sie nicht daran geglaubt, dass sie durch Kommunikation etwas erreichen könnte. Das konstruktiv geführte Konfliktgespräch stellte dann jedoch einen positiven Wendepunkt in der Beziehung der Auszubildenden zu ihrem Ausbilder dar.

Es kommt auch vor, dass mich Ausbilder*innen darauf aufmerksam machen, dass etwas nicht stimmt. Sie machen sich Sorgen über vermehrte Fehlzeiten oder eine Stimmungsveränderung bei den Auszubildenden. Ein offenes Gespräch über persönliche Krisen oder Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Therapie kann das Blatt dann oft zum Positiven wenden.




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