Programm

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In dem sechsmonatigen, intensiven Programm erlernen die „Joblinge“ zunächst in Gruppenprojekten wichtige Sozial- und Jobkompetenzen, erhalten Orientierung über die eigenen Stärken und passenden Berufe, bevor sie dann in JOBLINGE-Partnerunternehmen Praxiserfahrung sammeln. Die Jugendlichen erhalten die Chance, sich ihren Ausbildungsplatz aus eigener Kraft zu „erarbeiten“ – unabhängig von Schulnoten und klassischen Bewerbungsgesprächen.

1. Aufnahmephase

Bereits in der Aufnahmephase beginnt die Praxis: Die Teilnehmer, die über die lokalen Agenturen für Arbeit oder Jobcenter zu JOBLINGE kommen, arbeiten zunächst mehrere Tage in einem gemeinnützigen Projekt mit und „verdienen“ sich auf diesem Weg die Aufnahme in das Programm. In der Gruppe renovieren die Jugendlichen z. B. Kinderheime, reinigen den Stadtpark oder Tierställe im Zoo oder unterstützen unentgeltlich andere gemeinnützige Einrichtungen. Hier geht es nicht um eine Auswahl, sondern darum, bei den Jugendlichen die richtige Einstellung und Grundmotivation zu erzeugen. Der Teilnahme an JOBLINGE geht eine bewusste Entscheidung voraus. Mehr noch – etwas, das man sich erarbeiten muss, erhält in den Augen der Teilnehmer einen ganz anderen Wert. Darüber hinaus findet hier der erste Perspektivwechsel statt: Die Teilnehmer werden vom Hilfsempfänger zum Beitragsleister und sind stolz darauf, mit ihrem Einsatz die Aufnahme als „Jobling“ geschafft zu haben.

2. Orientierungsphase

Ziel der sechs- bis achtwöchigen Orientierungsphase ist es, dass die Jugendlichen ein für sie passendes Berufsfeld finden und sich gezielt auf eine Ausbildung für ihren Wunschberuf vorbereiten. Bei der Berufsfindung helfen ihnen die Mitarbeiter durch intensive Gespräche und Reflexion sowie Schnuppertage in Unternehmen, aber auch die Mentoren, die in dieser Phase mit „ihren“ Joblingen zusammengebracht werden. Auch ein Herantasten an die persönlichen Lebensumstände und Schwierigkeiten, die bisher die Aufnahme einer Ausbildung erschwert haben, erfolgt in dieser Phase.

In unternehmerischen Projekten lernen die Jugendlichen parallel ihre Stärken kennen und erwerben wichtige Schlüsselqualifikationen. So holen sie beispielsweise durch selbst geführte Interviews Informationen über ihren Wunschberuf ein, drehen gemeinsam einen Film oder entwickeln für dessen Vorführung ein eigenes Cateringkonzept. Workshops mit professionellen Trainern (z. B. Bewerbungs- und Kommunikationstrainings) unterstützen diese Lerneffekte ebenso wie das begleitende Kultur- und Sportprogramm. In Theater- und Tanzworkshops oder im Museum müssen sich die Jugendlichen auf Unbekanntes einlassen, Vorurteile und Grenzen überwinden, Teamfähigkeit zeigen, Konflikte gemeinsam lösen – und als Abschluss sich selbst und ihre Ergebnisse vor Publikum präsentieren.

3. Praxisphase

Mit gestärktem Selbstvertrauen geht es in der anschließenden Praxisphase dann hinaus in die Arbeitswelt: Die Jugendlichen sammeln erste Berufserfahrungen im eng betreuten Qualifizierungspraktikum bei einem JOBLINGE-Partnerunternehmen. In dieser Zeit eignen sie sich fachliche und soziale Kompetenzen an, im Betrieb und in begleitenden Trainings, und prüfen ihren Berufswunsch in der Praxis.

4. Probephase

Danach wird es ernst: In der Probephase erarbeiten sich die Joblinge bei einem Partnerunternehmen ihren Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Wenn sie die zuvor vereinbarten Anforderungen erfüllen, haben sie es geschafft. Die Auswahl des richtigen Unternehmens für jeden Teilnehmer ist Maßarbeit – und wesentlicher Erfolgsfaktor des Programms. Nur wenn Jobling und Unternehmen zueinander passen, wird aus einem arbeitslosen Jugendlichen ein junger Mensch mit Zukunftsperspektive.

5. Anschlussphase

Damit das so bleibt, werden die Joblinge auch in der Anschlussphase, wenn sie ihre reguläre Ausbildung oder Anstellung angetreten haben, nicht allein gelassen. Die Mitarbeiter und die persönlichen Mentoren bleiben den Joblingen und auch den Unternehmenspartnern in der Anschlussphase als Ansprechpartner erhalten. Bis zum Ende der Ausbildung unterstützt der JOBLINGE-Ausbildungsbegleiter nicht nur bei persönlichen Problemen, sondern bietet zudem gezielte Trainingsmaßnahmen und Workshops für Auszubildende sowie Fachseminare und übergreifenden Austausch für Ausbilder an.

Sehen Sie hier den Ablauf und die einzelnen Phasen des Programms im Überblick

Sehen Sie hier den Ablauf und die einzelnen Phasen des Programms im Überblick.

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