Impulse und Projekte

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                             Unsere Vision ist, einen erkennbaren und nachhaltigen Beitrag gegen                                                                               Jugendarbeitslosigkeit zu leisten.

„Für uns bedeutet Social Entrepreneurship nicht nur Professionalität und ein bewusster Einsatz unserer Ressourcen. Wir verstehen darunter auch, dass wir neue Themen und Impulse setzen – dass wir Trends, die für unsere Arbeit relevant sind, frühzeitig identifizieren und mitgestalten, dass wir Risiken bewerten aber auch, eingehen, dass wir uns nie mit dem Status Quo zufrieden geben – und bei allem was wir tun immer das Ziel, den social impact, also die nachhaltige Integration unserer Teilnehmer vor Augen haben.“
Ulrike Garanin, geschäftsführender Vorstand JOBLINGE Dachorganisation

„Für mich steht das Unternehmerische bei JOBLINGE auch für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Inhalte. Durch unser modulares Programm haben wir die Möglichkeit, uns zu spezialisieren. Ob beispielsweise bei Kultur- und Sportprojekten oder beim Thema Technikprogramm. Und dieses Spezialisieren, sich weiterentwickeln, das ist JOBLINGE.“
Kadim Tas, operativer Vorstand JOBLINGE Dachorganisation


Wachstum mit Qualität.
Wir wollen möglichst viele junge Menschen unterstützen, um unsere Vision umzusetzen. JOBLINGE ist als Social-Franchise-System organisiert. Seit dem Start des ersten Standorts im Jahr 2008 ist die Initiative auf bundesweit mehr als 25 Standorte gewachsen. Das Wachstum erfolgt dabei nicht nur über den Aufbau neuer gemeinnütziger Aktiengesellschaften (Joblinge gAGs), sondern verstärkt über das Modell der Filialisierung. 

Neue Standorte werden unter dem Dach einer bestehenden gAG eröffnet. So können vorhandene Netzwerke in der Region bestmöglich im Sinne der Jugendlichen genutzt werden. JOBLINGE möchte das Konzept überall dort anbieten, wo Bedarf und Interesse bestehen – die Zusage und enge Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand ist daher entscheidend für den Aufbau eines neuen Standorts.

Entscheidend für uns ist: Wachstum und Qualität sind unzertrennbar. Sowohl bezogen auf unser Programm und neue Projekte als auch auf die Organisation und ihre Strukturen. Jahr für Jahr erweitern wir dafür unser bundesweites Trainingsangebot für alle Mitarbeiter, treiben die Personal- und Organisationsentwicklung voran, entwickeln das Konzept und den internen Wissenstransfer stetig weiter.

Reformanstöße und Übertragbarkeit: Im Sinne unserer Vision möchten wir auch über JOBLINGE hinaus wirken und einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten. Neben Anfragen seitens Kommunen und Unternehmen in Deutschland kommen zunehmend Anfragen nach dem JOBLINGE-Programm aus dem Ausland, insbesondere aus Südeuropa mit einer extrem hohen Jugendarbeitslosigkeit. Mit JOBLINGE Kompass haben wir 2016 das Programm auf eine neue Zielgruppe übertragen – junge Flüchtlinge - und in bestimmten Elemente an die spezifischen Bedürfnisse angepasst (Sprachkurse und verlängerte Qualifizierungsphase).

Neben Wachstum und Übertragbarkeit gehören Reformanstöße für das Übergangssystem zu den wichtigsten strategischen Zielen der Initiative JOBLINGE. In einigen inhaltlichen Aspekten hat JOBLINGE bereits einiges angestoßen: Mentoring und Ausbildungsbegleitung beispielsweise. Das Mentoring oder die Ausbildungsbegleitung, die seit 2008 zentrale Elemente im JOBLINGE-Programm sind, waren damals noch Gegenstand vieler Nachfragen. Heute werden sie verstärkt in breit aufgelegten, bundesweiten Förderprogrammen zur Berufsvorbereitung und -begleitung genutzt. Unser Ziel sind auch strukturelle Reformen über eine erfolgsabhängige Förderlogik, so genannte Social Impact Bonds, die nicht die reine Teilnahme an Programmen sondern vielmehr die Wirkung und Nachhaltigkeit honorieren. 

Ein wesentlicher Beitrag zu einer höheren Wirksamkeit des Übergangssystems könnte über eine Anpassung der Steuerungslogik erreicht werden. Die derzeitig dominierende Finanzierungslogik (Kosten pro Jugendlicher pro Monat) bietet ökonomisch betrachtet Anreize, Jugendliche möglichst lange in Maßnahmen zu behalten. Eine erfolgsabhängige Förderlogik (Kosten pro nachhaltiger Vermittlung) würde hingegen zu mehr Effektivität, Transparenz und Qualität im Übergangssystem beitragen – und damit nicht nur das Maßnahmenkarussell für die Teilnehmer stoppen, sondern erhebliche Kosteneinsparungen bewirken.

In den USA und Großbritannien haben sich erfolgsabhängige Fördermodelle bereits etabliert. Über „Social Impact Bonds“ finanzieren private Investoren ein Projekt vor und tragen das Risiko; die öffentliche Hand übernimmt die Kosten und eine Prämie, die einen geringen Anteil der erzielten Einsparungen beträgt, nur dann, wenn die vereinbarten Ziele erreicht wurden. Wenn es gelänge, das Modell der erfolgsabhängigen Förderung mit der öffentlichen Hand zu etablieren, wäre dies eine große Chance für JOBLINGE und andere Initiativen, die über innovative Ansätze zur Lösung sozialer Probleme beitragen wollen.

Die Finanzierung wäre nicht mehr mit Unsicherheiten aufgrund neu zu beantragender Förderperioden und enger inhaltlicher Vorgaben verbunden und auch der teils hohe administrative Aufwand könnte auf wirkungsbezogene Berichte reduziert werden. Die Zielgruppe könnte noch wirkungsvoller als bisher unterstützt werden: mit Fokus auf jedem einzelnen Jugendlichen und den besten Ansätzen zu einer nachhaltigen Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft.

JOBLINGE Projekte

Um die Wirkung für die Jugendlichen und alle Beteiligten stetig zu verbessern, entwickelt JOBLINGE das Programm kontinuierlich weiter. Derzeit arbeiten wir intensiv am Kultur- und Sportprogramm - sowie den Themen MINT-Programm und StartPlus.

MINT-Programm und StartPlus

„Bei JOBLINGE greifen wir Trends auf dem Arbeitsmarkt nicht nur auf, sondern denken sie auch für unsere Zielgruppe weiter. Gerade angesichts des Fachkräftemangels in den MINT-Berufen und der fortschreitenden Digitalisierung scheint die Lücke zwischen Herkunft und Zukunft für benachteiligte Jugendliche besonders weit auseinanderzuklaffen. Genau deshalb ist es wichtig, innovative und konkrete Lösungen zu entwickeln." Kadim Tas, operativer Vorstand der JOBLINGE-Dachorganisation

Mit dem neuen MINT-Programm (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - kurz: MINT) will JOBLINGE benachteiligte, langzeitarbeitslose Jugendliche für Berufe in diesem Bereich begeistern, sie in entsprechende Ausbildungen vermitteln - und so eine Brücke zwischen potenziellen Auszubildenden und Unternehmen schlagen. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung und des Fachkräftemangels schließt JOBLINGE mit seinem MINT-Programm die Qualifikationsschere für diese Jugendlichen. Unser Ziel: den Anteil der in diesen Ausbildungsbereich vermittelten JOBLINGE-Teilnehmer bundesweit auf mehr als 30 Prozent erhöhen.

MINT-Programm: Spagat zwischen digitalem Lernen und praktischem Erleben

Gerade der Zielgruppe von JOBLINGE fällt der Sprung in die MINT-Branche oft schwer. Aufbauend auf zehn Jahren Erfahrung mit diesen Jugendlichen hat JOBLINGE daher das neue MINT-Programm auf zwei Säulen aufgebaut: Eine neue Lern-App ermöglicht den Jugendlichen digital eine weitestgehend selbständige Mathe-Qualifizierung; parallel dazu werden die Teilnehmer in praxisnahen Workshops direkt in Unternehmen für den Bereich sensibilisiert. Gleichzeitig eröffnen sich für die Firmen neue Wege, Kandidaten kennenzulernen sowie Kompetenzen und Interessen unverbindlich zu testen.

Ein weiteres strategisches Projekt von JOBLINGE ist StartPlus - gemeinsam mit der chemischen Industrie. Auch in diesem Bereich wollen wir den nötigen Brückenschlag zwischen potentiellen Auszubildenden und Unternehmen schlagen, um Jugendlichen mit schwierigeren Startbedingungen Zugang Ausbildungsberufen in dieser Branche und eine stabile berufliche Perspektive zu ermöglichen. 

Für Wachstum und innovative Projekte ist JOBLINGE stets auf der Suche nach Partnern, die die strategische Weiterentwicklung der Initiative möglich machen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Auf einen Blick: Daten und Fakten zur Initiative


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Unterstützer gesucht - für unser Programm JOBLINGE Kompass für junge Geflüchtete