Impulse und Projekte

E-Mail
Facebook
Twitter


Unsere Vision ist, einen erkennbaren und nachhaltigen Beitrag
 gegen Jugendarbeitslosigkeit zu leisten.


 „Für uns bedeutet Social Entrepreneurship nicht nur Professionalität und ein bewusster Einsatz unserer Ressourcen. Wir verstehen darunter auch, dass wir neue Themen und Impulse setzen – dass wir Trends, die für unsere Arbeit relevant sind, frühzeitig identifizieren und mitgestalten, dass wir Risiken bewerten aber auch, eingehen, dass wir uns nie mit dem Status Quo zufrieden geben – und bei allem was wir tun immer das Ziel, den social impact, also die nachhaltige Integration unserer Teilnehmer vor Augen haben.“ (Ulrike Garanin, geschäftsführender Vorstand JOBLINGE Dachorganisation)

„Für mich steht das Unternehmerische bei JOBLINGE auch für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Inhalte. Durch unser modulares Programm haben wir die Möglichkeit, uns zu spezialisieren. Ob beispielsweise bei Kultur- und Sportprojekten oder beim Thema Technikprogramm. Und dieses Spezialisieren, sich weiterentwickeln, das ist JOBLINGE.“ (Kadim Tas, operativer Vorstand JOBLINGE Dachorganisation)


Wachstum mit Qualität.
Wir wollen möglichst viele junge Menschen unterstützen, um unsere Vision umzusetzen. JOBLINGE ist als Social-Franchise-System organisiert. Seit dem Start des ersten Standorts im Jahr 2008 ist die Initiative auf bundesweit mehr als 25 Standorte gewachsen. Das Wachstum erfolgt dabei nicht nur über den Aufbau neuer gemeinnütziger Aktiengesellschaften (Joblinge gAGs), sondern verstärkt über das Modell der Filialisierung. 

Neue Standorte werden unter dem Dach einer bestehenden gAG eröffnet. So können vorhandene Netzwerke in der Region bestmöglich im Sinne der Jugendlichen genutzt werden. JOBLINGE möchte das Konzept überall dort anbieten, wo Bedarf und Interesse bestehen – die Zusage und enge Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand ist daher entscheidend für den Aufbau eines neuen Standorts.

Entscheidend für uns ist: Wachstum und Qualität sind unzertrennbar. Sowohl bezogen auf unser Programm und neue Projekte als auch auf die Organisation und ihre Strukturen. Jahr für Jahr erweitern wir dafür unser bundesweites Trainingsangebot für alle Mitarbeiter, treiben die Personal- und Organisationsentwicklung voran, entwickeln das Konzept und den internen Wissenstransfer stetig weiter.

Reformanstöße und Übertragbarkeit: Im Sinne unserer Vision möchten wir auch über JOBLINGE hinaus wirken und einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten. Neben Anfragen seitens Kommunen und Unternehmen in Deutschland kommen zunehmend Anfragen nach dem JOBLINGE-Programm aus dem Ausland, insbesondere aus Südeuropa mit einer extrem hohen Jugendarbeitslosigkeit. Mit JOBLINGE Kompass haben wir 2016 das Programm auf eine neue Zielgruppe übertragen – junge Flüchtlinge - und in bestimmten Elemente an die spezifischen Bedürfnisse angepasst (Sprachkurse und verlängerte Qualifizierungsphase).

Neben Wachstum und Übertragbarkeit gehören Reformanstöße für das Übergangssystem zu den wichtigsten strategischen Zielen der Initiative JOBLINGE. In einigen inhaltlichen Aspekten hat JOBLINGE bereits einiges angestoßen: Mentoring und Ausbildungsbegleitung beispielsweise. Das Mentoring oder die Ausbildungsbegleitung, die seit 2008 zentrale Elemente im JOBLINGE-Programm sind, waren damals noch Gegenstand vieler Nachfragen. Heute werden sie verstärkt in breit aufgelegten, bundesweiten Förderprogrammen zur Berufsvorbereitung und -begleitung genutzt. Unser Ziel sind auch strukturelle Reformen über eine erfolgsabhängige Förderlogik, so genannte Social Impact Bonds, die nicht die reine Teilnahme an Programmen sondern vielmehr die Wirkung und Nachhaltigkeit honorieren. 

Ein wesentlicher Beitrag zu einer höheren Wirksamkeit des Übergangssystems könnte über eine Anpassung der Steuerungslogik erreicht werden. Die derzeitig dominierende Finanzierungslogik (Kosten pro Jugendlicher pro Monat) bietet ökonomisch betrachtet Anreize, Jugendliche möglichst lange in Maßnahmen zu behalten. Eine erfolgsabhängige Förderlogik (Kosten pro nachhaltiger Vermittlung) würde hingegen zu mehr Effektivität, Transparenz und Qualität im Übergangssystem beitragen – und damit nicht nur das Maßnahmenkarussell für die Teilnehmer stoppen, sondern erhebliche Kosteneinsparungen bewirken.

In den USA und Großbritannien haben sich erfolgsabhängige Fördermodelle bereits etabliert. Über „Social Impact Bonds“ finanzieren private Investoren ein Projekt vor und tragen das Risiko; die öffentliche Hand übernimmt die Kosten und eine Prämie, die einen geringen Anteil der erzielten Einsparungen beträgt, nur dann, wenn die vereinbarten Ziele erreicht wurden. Wenn es gelänge, das Modell der erfolgsabhängigen Förderung mit der öffentlichen Hand zu etablieren, wäre dies eine große Chance für JOBLINGE und andere Initiativen, die über innovative Ansätze zur Lösung sozialer Probleme beitragen wollen.

Die Finanzierung wäre nicht mehr mit Unsicherheiten aufgrund neu zu beantragender Förderperioden und enger inhaltlicher Vorgaben verbunden und auch der teils hohe administrative Aufwand könnte auf wirkungsbezogene Berichte reduziert werden. Die Zielgruppe könnte noch wirkungsvoller als bisher unterstützt werden: mit Fokus auf jedem einzelnen Jugendlichen und den besten Ansätzen zu einer nachhaltigen Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft.

JOBLINGE Projekte

Um die Wirkung für die Jugendlichen und alle Beteiligten stetig zu verbessern, entwickelt JOBLINGE das Programm kontinuierlich weiter. Derzeit arbeiten wir intensiv am Kultur- und Sportprogramm - sowie den Themen MINT-/Technikpartnerschaften.

MINT-/Technikpartnerschaften

Bedingt durch den demografischen Wandel ergeben sich bereits jetzt teilweise große, auch regionale Fachkräfteengpässe in verschiedensten Branchen*. Eine von ihnen ist der sogenannte MINT-Bereich mit Berufen der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Laut des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)** könnte sich dieser Fachkräftemangel gerade bei Fachkräften mit beruflicher Ausbildung verstärken. Eine Chance für die JOBLINGE Zielgruppe. Doch gerade ihr fällt der Sprung in die MINT-Branche oft schwer. Das liegt einerseits an beispielsweise mangelnden Grundkenntnissen (v. a. Mathematik) und fehlenden Kenntnissen über die Berufsfelder, andererseits aber auch am Selbstvertrauen der Jugendlichen, denen die Branche unerreichbar scheint.

Wie können demnach insbesondere Jugendliche mit schwierigeren Startbedingungen Zugang zu technischen Ausbildungsberufen finden? Zu einer Branche, die viele Arbeitsplätze und gute Zukunftsperspektiven bietet – und ihrerseits dringend Fachkräfte sucht?

Um den nötigen Brückenschlag zwischen potentiellen Auszubildenden und Unternehmen zu schlagen, treibt JOBLINGE drei große Projekte zur praktischen und theoretischen Qualifizierung sowie Sensibilisierung auf beiden Seiten voran. Ziel ist es, die Jugendlichen für die MINT-Branche zu begeistern und ihnen somit eine stabile berufliche Perspektive zu ermöglichen.

StartPlus (gemeinsam mit der chemischen Industrie),
JOBLINGE goes MINT (gemeinsam mit der JPMorgan Chase Foundation) und
das Technikprogramm (gemeinsam mit der BMW Group).

Für Wachstum und innovative Projekte ist JOBLINGE stets auf der Suche nach Partnern, die die strategische Weiterentwicklung der Initiative möglich machen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

 


* Fachkräfteengpassanalyse. Bundesagentur für Arbeit Statistik/Arbeitsmarktberichterstattung. Veröffentlichung Juli 2016 
** Der Arbeitsmarkt in Deutschland – MINT-Berufe. Bundesagentur für Arbeit Statistik/Arbeitsmarktberichterstattung. Veröffentlichung März 2016

Auf einen Blick: Daten und Fakten zur Initiative


Finden Sie hier unsere aktuellen Stellenausschreibungen

Unterstützer gesucht - für unser Programm JOBLINGE Kompass für junge Geflüchtete