Was passiert, wenn ein Standort einen Teilnehmer "zu schnell" in Ausbildung vermittelt,
obwohl er dafür finanzielle Einbußen hinnimmt?


Mit JOBLINGE verstehen wir uns als Social Entrepreneurs – und wollen die soziale Rendite, nicht die monetäre Rendite maximieren.

Leider stehen diese beiden jedoch oft in einem direkten Konflikt – und darin steckt eine der größten systemimmanenten Hürden der Integration in Deutschland. Ein Beispiel: Wenn wir Teilnehmer in vier statt den vorgesehenen sechs Monaten in Ausbildung vermitteln, fehlen uns für die letzten Monate die Fördermittel. Solange soziales und ökonomisches Ziel bei denjenigen, die mit Integration beauftragt werden, nicht in Einklang stehen, müssen sie sich entscheiden.
Wir tun das: für das soziale Ziel. Nur so können wir „social impact“ erzielen – aber leisten können wir uns das nur durch Spenden und Kofinanzierungsmittel.

Wir meinen, dass finanzielle und soziale Anreize in Einklang gebracht werden müssen, damit alle Kräfte gebündelt werden. Nicht die Kosten der Teilnehmerbetreuung pro Monat, sondern die Kosten einer nachhaltigen Integration sollten der Förderlogik zu Grunde liegen.