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02.01.2021 | gAG Leipzig

„Ich würde alles genauso wieder machen“, sagt Franziska Schwendler. Dabei hat die 28-jährige Leipzigerin turbulente Jahre hinter sich.

Nachdem sie jung Mutter geworden war, kam Franziska vor sechs Jahren zu JOBLINGE Leipzig. „Ich hatte bereits zwei Ausbildungen abgebrochen und brauchte Unterstützung. Von JOBLINGE hatte ich gehört, dass sie Jugendlichen dabei helfen, in Ausbildung zu kommen“, sagt sie.

Bei JOBLINGE fand Franziska heraus, was ihre beruflichen Stärken sind. Und wie sie ihre vermeintlich größte Schwäche – das Sprechen vor vielen Menschen – überwindet. „Ohne JOBLINGE hätte ich mich nicht zum Vorstellungsgespräch getraut, die Mitarbeiter haben mir geholfen, stärker zu werden“, erzählt sie zurückblickend. „Für mich war es sehr schlimm, in neuen Gruppen zu sein. Bei JOBLINGE habe ich gelernt, keine Angst zu haben vor solchen Situationen.“ Und ihr Mut wurde belohnt: Schon nach wenigen Wochen im Programm kam die Zusage für eine Teilzeitausbildung zur Kauffrau für Dialogmarketing bei einem großen Mobilfunkanbieter in Leipzig.

Die Krise und der Wille

Dann das: Trennung vom Vater des Kindes, Nervenzusammenbruch, zehn Wochen Klinikaufenthalt. Ob sie überhaupt in der Lage wäre, die Ausbildung anzufangen? Es folgte eine Krisensitzung in der Klinik, viele Unterstützer*innen waren dabei, auch Doreen Fiedler von JOBLINGE Leipzig. Franziskas Wille stärkte sich: „Ich will die Ausbildung jetzt machen, ich wurde unter Tausenden Bewerbern ausgewählt – das ist meine einmalige Chance!“.

Und sie hat es durchgezogen – der Spagat zwischen der Berufsschule in Chemnitz, dem Ausbildungsbetrieb in Leipzig und dem Alltag als alleinerziehende Mutter. „Es war sehr schwer“, sagt Franziska heute. Am Ende der Ausbildung stand die mündliche Prüfung – wieder vor vielen Menschen sprechen und überzeugen: Die letzte große Hürde: Bestanden! „Als ich aus der Prüfung kam, ist die ganze Last von den letzten drei Jahren abgefallen. Ich war gleichzeitig so erleichtert und auch unglaublich erschöpft.“

"Anstrengen, auch wenn es schwer ist"

Das große Ziel, die abgeschlossene Berufsausbildung, war endlich geschafft und das private Glück ließ auch nicht lange auf sich warten: ein neuer Partner, das zweite Kind und ein Job in der Abrechnungsprüfung für Hebammen.

Was würde Franziska anderen Jugendlichen raten, die mit Startschwierigkeiten zu kämpfen haben? „Nicht den Kopf in den Sand stecken bei Problemen und sich für sein Ziel anstrengen, auch wenn es mal schwer ist. Haltet durch, es wird besser."