„Der MINT-Workshop hat mir den Schubs in die richtige Richtung gegeben“


                                                Vor JOBLINGE war Abdul Nasir Wakil im freiwilligen Wehrdienst, hat Fahrzeuge repariert und
                                               von einem Job geträumt, der ihm Spaß macht und in der Nähe seiner Familie ist. Der gebürtige
                                                     Bad Hersfelder kam über das Jobcenter Frankfurt zu JOBLINGE und hat dadurch seinen
                                                Traumberuf gefunden: Nasir ist auf dem Weg zum Chemikanten. Dieser ist beispielsweise für
                                                die Herstellung von Produkten aller Art – von Lebensmitteln, über Medikamente oder Farben -
                                                zuständig. Nasir arbeitet nun speziell in der Kunststoffherstellung bei Provadis und sagt selbst,
                                                „er könnte den ganzen Tag über seinen Job erzählen und schreiben“. Warum und welche Rolle
                                                            das JOBLINGE MINT-Programm dabei spielte, das erklärt er im Gespräch.
 

Warum stehen Sie jeden Morgen auf? Worauf freuen Sie sich auf dem Weg zur Arbeit?

Es gibt viele Dinge, die mich morgens aufstehen lassen: Verantwortung, Dankbarkeit, Liebe, Zielstrebigkeit und Wissenshunger. Verantwortung gegenüber meiner Familie, der Gesellschaft, meiner Firma und JOBLINGE, die mir die Tür für diesen Job geöffnet haben. Dankbarkeit für das Vertrauen der Firma, die Möglichkeit so viele neue und nützliche Sachen zu lernen, die Liebe zu allen Menschen, die an mich glauben, die mich unterstützen. Die Zielstrebigkeit das gesetzte Ziel um jeden Preis zu erreichen. Der Wissenshunger kommt von meiner naturwissenschaftlichen Ader. Ich möchte einfach so viele Zusammenhänge verstehen können - vom Makro- bis zum Mikrokosmos. Es ist beeindruckend, wie sehr wir Menschen im Stande sind die Natur um uns herum zu unserem Nutzen zu beeinflussen.

 

Was hat Sie während Ihrer Ausbildung bislang am meisten beeindruckt?

Die Ausbildung zum Chemikanten ist im Großen und Ganzen für mich einfach unbeschreiblich schön. Die gigantisch großen Anlagen, die Bandbreite an Produkten: Das alles hinterlässt bei mir den Eindruck von Größe. Ich bin einfach fasziniert davon, wozu der Mensch in der Lage ist.

 

Inwiefern hat das JOBLINGE Programm Ihren Weg in die Chemiebranche beeinflusst?

Für mich war das komplette Programm sehr wichtig. Jedoch hat mir erst der MINT-Workshop den Schubs in die richtige Richtung gegeben. 

 

Ich war schon an Naturwissenschaft und Technik interessiert, doch ich wusste nicht genau, wo es für mich hingehen soll. Bei dieser Entscheidung hat das JOBLINGE MINT-Programm sehr geholfen.
Ebenfalls wichtig waren für mich auch die Kultur-Workshops. Der Percussion-Workshop und das Theaterstück haben mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben. Dadurch habe ich auch viel Mut und Motivation für die Ausbildung mitgenommen und ein Gespür für meine eigenen Visionen entwickelt. Wir haben ganz konkrete Ziele in den Workshops gesetzt und sind dann mit viel Kreativität und Engagement an die Umsetzung gegangen. So sehe ich auch die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung als erreichbares Ziel.

 

Sind Sie noch in Kontakt mit JOBLINGE?

Ja, ich schaue gelegentlich am Frankfurter Standort vorbei und spreche mit allen Mitarbeitern. Mit Herrn Haines, dem Koordinator für Jugendliche und Mentoren dort, habe ich regelmäßig Kontakt. Er und die Ausbildungsbegleitung beraten mich auch nach dem Ende des JOBLINGE Programms und stehen mir zur Seite. Ich informiere mich auch gerne wie es am Standort läuft. Denn ich wünsche der Initiative und den Mitarbeitern alles Gute und das Beste, da sie mir sehr weitergeholfen haben.

 

Als ich was von Chemie und so gehört habe, hatte ich echt keine Lust. Das konnte ich noch nie. Und dann war ich von mir selbst überrascht. Der Workshop hat mir wirklich Spaß gemacht.

Ich habe Berufe kennengelernt, mit denen ich mich vorher nie auseinander gesetzt habe. Den Workshop fand ich dann sehr gut, um zu testen, ob das was für mich ist.