Der Social Business-Pitch am 24. Oktober zum JOBLINGE-Jubiläum

Ein Highlight für alle Social Business Enthusiasten

Im Rahmen des 10. Geburtstags von JOBLINGE pitchten am 24. Oktober fünf ausgewählte Sozialunternehmer um die heiße Chance auf Preisgeld, kostenlose Rechtsberatung und exklusive Netzwerkkontakte vor Jury und Publikum.
 

Gemäß unserem Motto „Widerstände. Mutig. Weiterdenken.“ und den daraus abgeleiteten zehn Reformthesen haben wir am 24. Oktober JOBLINGE in 17 Impulssessions live erlebbar gemacht. Die zehnte Reformthese, „Social Business statt Bildungsträger“, umzeichnet die Vision unserer eigenen Organisations(weiter-)entwicklung und bot gelichzeitig den idealen Rahmen für einen Pitch Wettbewerb. Ziel der Impulssession war es nicht nur zum Diskurs anzuregen, sondern ebenso anhand der vorgestellten fünf Sozialunternehmen aufzuzeigen, inwiefern das Social Business-Konzept eine größere Rolle im Sozialstaat einnehmen kann und welche Rahmenbedingungen es zu dessen stärkerer Etablierung bedarf.
 

Nach einer Vorstellung des Social Business Konzepts aus der Brille seines Gründungsvaters - Nobelpreisträger Muhammad Yunus- durch Karen Hitschke (Chief Investment Officer, Yunus Social Business Fund), wurde im Dialog mit Moderatorin Mareike Van Oosting (Hogan Lovells Citizenship Advisor) schnell klar, welches die größten Hürden für Gründung von Sozialunternehmen darstellen:Die bei der Wahl der Rechtsform schmale Grauzone (zwischen Gemeinnützigkeitsrecht <> Bürgerlichen Recht), die gemeinnützigen/sozialen Organisationen nur wenig Spielraum gibt, um ein (mindestens sich selbst)tragendes Geschäftsmodell etablieren zu können.
 

Mit diesem Hintergrund pitchten die fünf Finalisten unserer Ausschreibung in jeweils drei Minuten Ihre Ideen und gingen dabei insbesondere auf deren
 

  • Wirkung (IMPACT)
  • Innovationsgrad
  • Nachhaltigkeit der Problemlösung
  • Übertrag- und Skalierbarkeit
  • Effizienz und finanzielle Nachhaltigkeit,


also auf die Bewertungskriterien des Wettbewerbs, ein. In den anschließenden fünf Minuten stellten sich die Teams den anspruchsvollen Fragen unserer hochkarätigen Jury aus Sozialinvestoren, Rechtsexperten und Vertretern der öffentlichen Hand.

 

5 Teams, 5 tolle Ideen verschiedener Wirkungsbereiche -
eine nicht ganz leichte Entscheidung für unsere Jury

Der mit 5.000,-€ dotierte Preis ging an das Münchener Startup Überkochen, das Lernkochwägen für den Schulunterricht entwickelt und in Zusammenarbeit mit der JVA Niederschönenfeld herstellt. Gemäß dem Motto „Du bist was du isst.“ widmet sich das Projekt nicht nur dem Grundgedanken des Gesund-Kochen-Lernens, sondern sorgt darüber hinaus für mehr Gruppendynamik in den Schulklassen und Erfahrungen im Umgang mit dem Einsatz von finanziellen und Lebensmittel-Ressourcen. 

Gemeinsam mit dem Gewinnerteam des zweiten Platzes, Chickpeace, wird Überkochen das Hogan Lovells BaSE Camp Anfang 2019 besuchen, bei dem sich beide Teams von einem Hogan Lovells-Anwaltsteam zu ihren jeweils ungelösten Rechtsfragen für ein halbes Jahr lang kostenfrei beraten lassen können. Das Team von Chickpeace ist ein Hamburger Catering Unternehmen, bei dem geflüchtete Frauen als Caterer und Köchinnen ihre landestypischen Spezialitäten kulinarisch vorstellen. Es schafft nicht nur Stabilität und Integration in den Familien der Geflüchteten, sondern bietet gleichzeitig eine niedrigschwellige Möglichkeit
zum Kennenlernen des deutschen Arbeitsmarktes. 

Auf dem Bild zu sehen: Die beiden Gewinnerteams [1. Platz] Marco Kellhammer von Überkochen (2. v. links) und [2. Platz] Manuela Maurer von Chickpeace (3. v. links) mit der Wettbewerbsjury: Marc P. Werner (Partner bei Hogan Lovells International – 1. v. links), Dorothee Vogt (Sr. Transaction Managerin der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship, 4. v. links), Karen Hitschke (Chief Investment Officer bei Yunus Social Business Funds, 2. v. rechts) und Stefan Kulozik (Leitender Ministerialrat im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, 1. v. rechts).
 

Neben den vier Stimmen der Jury bekam das Publikum ebenfalls die Möglichkeit seine Stimme nicht nur in die Gesamtbewertung einfließen zu lassen, sondern auch einen Publikumsliebling zu bestimmen. Dieser Preis (der sog. Publikumspreis) in Form eines Jahresabos für das Magazin Enorm, ging an BureauCrazy. Das Team von BureauCrazy möchte mit seiner gleichnamigen Mobile App behördliche Prozesse, wie bspw. das Ausfüllen von Antragsformularen, für Geflüchtete vereinfachen. Die damit entstandenen, reibungslosen Prozesse sollen gleichzeitig die Behörden entlasten. 

Ebenfalls gepitcht haben das Teams von ROCK YOUR COMPANY!, das als Personalentwicklungstools Mentoringprogramme und Trainings für Auszubildende und junge Mitarbeiter mit und ohne Fluchthintergrund anbietet. Neben RYC! haben sich auch SitEinander, eine mobile Plattform von großer Beliebtheit in urbanen Gebieten (iOS, Android), welche die Vernetzung von Familien in der Nachbarschaft und Organisation von Kinderbetreuung ermöglicht.

Auf dem Bild zu sehen: Gewinner des Publikumspreises: Ghaith Zamrik von BureauCrazy mit Anna-Patricia Schmiß (JOBLINGE Dachorganisation).


 

Wer sich ein lebhaftes Bild von der Veranstaltung machen möchte,
kann sich hier noch einmal durch den Nachmittag klicken


An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Gästen, allen Mitgliedern der Jury, den fünf pitchenden Teams sowie unseren Mitarbeitern und fleißigen „Helping Hands“ im Hintergrund bedanken, die alle dafür gesorgt haben, dass diese Veranstaltung zu einem echten Erlebnis geworden ist!