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Rückblick 2020: gAG Ruhr

18.12.2020 | gAG Ruhr

Aus der Not eine Zukunft machen. Auch für die gAG Ruhr war in der Corona-Krise von Anfang an klar, dass die Jugendlichen und ihre Bedürfnisse in der Bewältigung der Krise im Fokus stehen müssen. Möglichkeiten den gesetzlichen Rahmen auszuschöpfen und sich in die scheinbare Sicherheit von Rettungsschirmen zu begeben, standen nicht zur Diskussion – statt in Kurzarbeit zu gehen, wurden Rahmenbedingungen geschaffen, schnellstmöglich auch remote wirksam zu sein und weiter an Zukunftsperspektiven zu arbeiten.

Das Thema Home-Office war und wird auch weiterhin wichtig sein, um in der Pandemie erfolgreich zu arbeiten und Chancen für Jugendliche zu ermöglichen. Die technische Ausstattung der gAG Ruhr war bereits Ende 2019 runderneuert worden, so dass der Umstieg der pädagogischen Teams auf Home-Office-Konzepte mit entsprechender Hardware gesichert und unterstützt werden konnte. Aber auch die Teilnehmenden im Ruhrgebiet werden seit Mitte März mit Technik ausgestattet. Denn rund 70 Prozent der Jugendlichen im JOBLINGE-Programm verfügen sonst nicht über die benötigten Endgeräte, um den Remote-Einheiten folgen zu können. Eine Leistung, die nicht über die öffentlichen Auftraggeber finanziert, sondern über Spenden aus dem Partnernetzwerk ermöglicht wurde. Dabei wurde aber auch der Support von Technik und Teilnehmenden in der digitalen Welt mitgedacht. So konnte die gAG Ruhr mit einem neuen Partner die Festigung ihrer Blended-Learning-Konzepte garantieren und gleichzeitig Werkstudenten als „Digital-Guides“ für den technischen Support möglich machen.

Finanzielle Mehraufwände, die 2020 durch die Pandemie entstanden sind, erzählen aber nur die halbe Wahrheit. Aufgrund der stark eingeschränkten Beratungsangebote in den Jobcentern, war es diesen nicht möglich, ausreichend Jugendliche zu erreichen und den JOBLINGE-Standorten der gAG Ruhr zuzuführen. Dies hatte, zusammen mit dem beschriebenen Mehraufwand, deutliche Mindereinnahmen zur Folge. Doch auf den Zusammenhalt im Ruhrgebiet ist Verlass und so konnte der Fehlbetrag zu 100 Prozent durch das Engagement bestehender und neuer Partner gedeckt werden.

Mit dem Blick zurück heißt es jedoch jetzt, auch voran zu blicken. Denn die Pandemie wird die Situation für Jugendliche im JOBLINGE-Programm nicht verbessern. Im Gegenteil: Neue Ansätze, neue Perspektiven, mehr Netzwerkarbeit sind jetzt gefordert. Hier will sich die JOBLINGE gAG Ruhr in enger Kooperation mit den wichtigsten Stakeholdern für den Strukturwandel im Ruhrgebiet auch 2021 klar positionieren. Gemeinsame Kommunikationskonzepte mit der RAG-Stiftung, als wichtigstem Partner der gAG Ruhr, sind hier ein Kernelement, um die Bedeutung der Arbeit von JOBLINGE für das Ruhrgebiet hervorzuheben. Denn die Corona-Pandemie wird auch 2021 unser Leben bestimmen. Solide und resiliente Konzepte, um die Bildungsarbeit für benachteiligte Jugendliche zu garantieren, sind wichtiger denn je.