News gAG Rheinland

Auch das Rheinland konnte in 2016 zeigen, dass erfolgreiche Integration in Ausbildung gelingt, wenn Unternehmen, öffentliche Hand und Zivilgesellschaft engagiert zusammenarbeiten.

Statt bisher jährlich 80 konnten nun 148 junge Joblinge auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben auf unsere Unterstützung bauen und im kommenden Jahr werden es über 200 sein!

Mit Ihrer Unterstützung ist Integration wieder in hervorragender Weise gelungen: Über 70% der Joblinge konnten bisher in Ausbildung vermittelt werden. Weitere holen ihren Schulabschluss nach oder nutzen individuelle Unterstützungsangebote.

Wir danken allen Unterstützern von ganzem Herzen!

Unser ausdrücklicher Dank geht an…

…148 Joblinge, die uns auch in 2016 wieder gezeigt haben, dass sie sich mit all ihren Fähigkeiten und ihrer ganzen Neugier unvoreingenommen auf diesen Weg einlassen!

…über 300 Kooperationsunternehmen, die den Joblingen wertvolle Praktikums- und Ausbildungsplätze bieten!

…über 150 ehrenamtliche Mentoren, die uns und die Joblinge so tatkräftig unterstützen!

…unsere finanziellen Unterstützer und Förderer: Jobcenter Köln, Jobcenter Rhein-Sieg, Stadt Köln, aks Aktuelle Krankenpflege Systeme, BCG, BMW AG Niederlassung Bonn, CARGLASS, CMS Hasch Sigle, Ebner Stolz, EIN HERZ LACHT, Festkomitee Kölner Karneval, Ford Motor Company Fund and Community Services, Generali Deutschland Holding AG, Gold Krämer Stiftung, Platinion, REWE Group, Rheinenergie Stiftung, Rotary Club Troisdorf, Sparkasse KölnBonn, Uniklinik Köln, WISAG und Yazaki Europe!

…unseren ehrenamtlichen Vorstand und Aufsichtsrat und last but not least an die vielen tollen Kollegen der JOBLINGE-Dachorganisation!

Rein ins selbstbestimmte Leben: Film- und Fotoschau in der Burg Wissem

Dank der großzügigen Spende des Rotary-Clubs-Troisdorf konnten die Joblinge – ausgestattet mit professionellem Film- und Fotoequipment – im Projekt "Rein ins selbstbestimmte Leben!“   ihre Lebenswelt beschreiben, Wege aus der Perspektivlosigkeit zeigen und Bedingungen von unterstützender Bildung und Gesundheit schaffen.
Aber nicht genug: Sie interviewten Heinz Anton Palkoska - Teil des Vorstandes der IGK Interessengemeinschaft Kunststoff. Sie erarbeiteten sich den Zugang zu einem Zusammenschluss von 36 Unternehmen, die eine gemeinsame Lehrwerkstatt im Rhein Sieg Kreis unterhalten. So verwundert es uns gar nicht, dass schon im Startjahr des neuen Standortes drei Joblinge dort ihre Ausbildung antreten konnten!

„Chapeau“ vor allen Engagierten vor Ort!

Save the date: Am 03. Februar 2017 präsentieren die Joblinge ihr Kulturprojekt in der Burg Wissem – Sie sind herzlich eingeladen!

The good rolls out
Frau Melzig unterhält sich – „Das ist REWE Ehrensache!“

Nach dem erfolgreichen Kick Off des REWE Patenschaftprogramms Ehrensache hat uns der Roll Out einfach umgehauen: Innerhalb weniger Monate wurden 30 neue Tandems in Köln und 12 in Troisdorf ins Leben gerufen! Das ist einfach Spitze!

Im Interview berichtet die REWE Mentorin Stephanie Melzig von ihren Erwartungen, anderen Lebenswelten, Rückschlägen und Erfolgserlebnissen:

one: Frau Melzig, was hat Sie bewogen bei Ehrensache mitzumachen?
Stephanie Melzig: Bei Ehrensache sollten alle Geschäftseinheiten eingebunden werden. Daher wurde ich ausgewählt, um das Programm für die REWE zu betreuen. So war ich schon im Vorfeld in die Planung eingebunden. Aber für mich war es wichtig, nicht nur bei der Vorbereitung dabei zu sein, sondern auch selbst Erfahrungen als Mentorin zu sammeln. Schön ist auch, dass man in der Eins zu Eins-Situation nochmal ganz andere Fähigkeiten nutzen kann, als im normalen Berufsalltag. 

one: Hatten Sie Bedenken bevor Sie mit dem Programm starteten?
Stephanie Melzig: Ich habe mir schon Gedanken gemacht, was da wohl auf mich zukommt. Aber unser Partner JOBLINGE ist da sehr professionell aufgestellt. Man belegt ein Einführungsseminar und JOBLINGE sucht einen passenden Jobling aus – das ist alles sehr gut organisiert.

one: Was genau ist denn die Rolle des Mentors?
Stephanie Melzig:Die Aufgabe ist es, sich auf den Menschen einzulassen und sich als Wegbegleiter zu begreifen. Der Mentor ist vor allem dazu da, den Jobling zu bestärken in dem was er tut und bei Rückschlägen wieder aufzubauen. Manche Jugendliche haben eine Geschichte mit vielen Misserfolgen und ein entsprechend schwach ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Sie befürchten, immer wieder zu versagen. Hier ist die Aufgabe des Mentors, sie immer wieder aufzubauen. Andere wiederum haben eine sehr niedrige Frustrationsschwelle und geben schnell auf, wenn ein Tag mal nicht so gut verläuft. Dann heißt es, den Jobling zu ermuntern weiterzumachen. Dabei ist sehr viel Geduld gefragt und man muss mit Rückschlägen rechnen.

one: Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Mentor und Jobling?
Stephanie Melzig:Grundsätzlich ist der Mentor eine Art menschlicher Sparringspartner, dessen Aufgabe es ist, dem Jobling in einer wichtigen Lebensphase zur Seite zu stehen. Dabei sollte man sich seiner Rolle immer wieder bewusst werden und seine Erwartungen regulieren. In der Praxis heißt das, sich auf alles gefasst zu machen. Ich habe von Kollegen die unterschiedlichsten Dinge gehört, von „der Jobling meldet sich gar nicht“ bis „der Mentor war das Beste an Joblinge“. Wichtig ist, es nicht persönlich zu nehmen, wenn sich der Jobling beispielweise nicht meldet, denn in der Regel liegt das an der persönlichen Lebenssituation des Joblings. Wie gesagt: Die Teilnehmer bei JOBLINGE kommen häufig aus einem Umfeld, in dem es nicht üblich ist, einer geregelten Arbeit nachzugehen oder in dem es immer wieder Rückschläge gab. Da kann es schon ein Erfolg sein, wenn der Jobling überhaupt zu seinem Praktikum geht – auch wenn er dort zu spät ankommt.

Das vollständige Interview erschien im REWE Magazin one.

Joblinge goes Souveränplus: Kick Off für zielsicheres Sportprogramm

Im Herbst gab es am Standort Köln eine Überraschung: Die Gold Krämer Stiftung förderte den Kick Off des Sportprogramms Souveränplus der Rheinflanke für junge Joblinge im Rheinland: In dem wirksamen Programm wurden Teamfähigkeit, Frustrationstoleranz, Kommunikation, Eigeninitiative, Konfliktfähigkeit und vieles mehr gefestigt - und auch mal im strömenden Regen unter Beweis gestellt. Der Sport war zugleich Initiator als auch Beschleuniger sozialer Lernprozesse.
In Bewegungssituationen konnten sich die Joblinge mit Regeln auseinandersetzen, sich einbringen, kooperieren, mussten Kompromisse aushandeln und Konflikte lösen. Mit diesen Kernkompetenzen ausgestattet traten sie gestärkt in die Praxis und Probephase ein. Ein Kick Off, das wirkt!

Joblinge schaffen Leben

Arbeit braucht Pausen - und junge Joblinge schafften gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz wilde Erholungsräume in stadtnaher Natur.

Mit Entbuschung in Naturschutzgebieten leisteten sie in diesem Jahr einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt geschützter und gefährdeter Lebensräume. Sie lernten wilde Naturflächen kennen und verschafften sich einen Einblick in die Arbeit des größten Umweltschutzverbandes Deutschlands. Eine echte win-win-Situation, die gerne Schule macht.

JOBLINGE gAG Rheinland für Geflüchtete…

„Su simmer all he hin jekumme,
mir sprechen hück all dieselve Sproch.
Mir han dodurch su vill jewonne.
Mir sin wie mer sin, mir Jecke am Rhing.
Dat es jet, wo mer stolz drop sin!“

(Musik und Text: H.Knipp/ Bläck Fööss)

Wir alle werden in eine Umgebung hineingeboren, die wir nicht beeinflussen können. Dazu zählt die Ausstattung mit Bildung und ökonomischen Ressourcen.
Chancengleichheit herzustellen, ist eine fortwährende Aufgabe und eine der wichtigsten Ressourcen für ein selbstbestimmtes Leben.
Wir wollen nicht untätig zusehen, wie Herkunft die Zukunft junger Menschen beeinflusst.
Wir wollen sagen und zeigen „So schaffen wir das!“ und wir starten im Januar mit JOBLINGE KOMPASS für junge Geflüchtete!

Ermöglichen Sie als unsere starken Partner auch in der Zukunft, dass sich Joblinge weiterentwickeln und beweisen können.

Ermöglichen Sie, dass sich jeder mit seinem Ausbildungsplatz auf seinen eigenen Weg in ein selbstbestimmtes Leben machen kann.

So können wir unsere gemeinsame Sache weitertragen und so viele ausbildungsplatzsuchende Joblinge wie möglich unterstützen.

Den allerbesten Dank und die herzlichsten Grüße!

Ihr Team der JOBLINGE gemeinnützigen AG Rheinland