News gAG FrankfurtRheinMain

Fünf Jahre JOBLINGE gAG FrankfurtRheinMain

1107 Teilnehmer, 1617 Unternehmenspartner, 28 Mitarbeiter, der Hessische Integrationspreis und eine Vermittlungsquote von 83% - das sind 5 Jahre JOBLINGE FrankfurtRheinMain! Solche Zahlen erreicht man nicht alleine. Das gesamte Team der 7 Standorte möchte diesen Newsletter nutzen, und sich bei Ihnen für die große Unterstützung in den letzten Jahren bedanken!

Wir freuen uns auf die nächsten Meilensteine mit Ihnen.

Seien Sie noch einmal live dabei: Bei der Jubiläumsbenefizgala im GIBSON-Club.


5 Jahre JOBLINGE - Die Jubiläumsgala

Die jährlich stattfindende Benefizgala war dieses Jahr ein besonderes Highlight, fand sie doch anlässlich des fünfjährigen Bestehens der gAG FrankfurtRheinMain statt. So ließen es sich langjährige Wegbegleiter, Partner und Freunde nicht nehmen, in den Frankfurt Gibson Club zu kommen, um die JOBLINGE zu feiern.

SWR-Moderatorin Annette Dany führte charmant durch das geballte Programm aus klassischer Musik, Theater und Podiumsgesprächen: Nach den Begrüßungsworten von JOBLINGE-Vorstand Dr. Oliver Dany, BCG Deutschlandchef Carsten Kratz und Gibson Vertreter Rüdiger Flörcks sorgten Claudia De Muro-Kratz und Kerstin Nordeck mit dem Streicher-Ensemble „Cappella FrancoForte“ für musikalische Unterhaltung erster Güte. Auf dem Podium diskutierten im Anschluss Dörte Ahrens vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration mit Christoph Obladen von Heraeus, Rüdiger Senft von der Commerzbank AG und Andreas Windmeier von J.P. Morgan die große Frage: Wie werden aus Joblingen Lehrlinge? Was ist das Geheimnis des JOBLINGE-Erfolgs?

Das schon jetzt legendäre Theaterstück „Das Gute“ von und mit den Joblingen sorgte für Furore. Es thematisierte den Kampf zwischen Gut gegen Böse – gegen Rassismus, Polemik und Ausgrenzung. „Das Gute ist, sich dazwischen zu stellen, sich für andere einzusetzen, zusammenzuhalten“, zogen die Teilnehmer Resümee. Es folgten Standing Ovations der rund 400 Gäste. Ein letzter Programmhöhepunkt war die Tombola mit tollen Preisen.

Gestärkt und verwöhnt durch das Feinkost Meyer Catering feierten die Gäste mit der Urban Street Band bis nach Mitternacht. Ein Glück stand ein Elektrowagen-Shuttle des Autohauses Euler zur Verfügung, das die Gäste sicher nach Hause brachte.

Die JOBLINGE gAG FrankfurtRheinMain bedankt sich bei allen Partnern, Förderern und Ehrenamtlichen, die die Erfolge möglich machen. Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützern und Mitwirkenden der Jubiläumsgala und des Video-Countdowns.

Alle gesammelten Videos zum Countdown „Die Integrationsmacher“, in dem wir die Köpfe hinter der JOBLINGE gAG FrankfurtRheinMain vorgestellt haben, finden Sie hier.

Weitere Eindrücke zur Gala finden Sie auf unserer Facebook-Seite.


Es ist ein gutes Gefühl, etwas zurückgeben zu können

Es ist so weit: Die ersten Alumni der Frankfurter JOBLINGE sind wieder aktiv dabei und geben ihre Ausbildungs- und Berufserfahrung über das Mentorenprogramm von JOBLINGE an die nächste JOBLINGE-Generation weiter.

„Es ist ein gutes Gefühl, etwas zurückgeben zu können. Meine Mentorin hat mir damals echt auf den Sprung geholfen; einen Menschen an deiner Seite zu haben, das macht einen großen Unterschied!“

Die heute 28-jährige Imane Bada war 2011 Teilnehmerin bei den JOBLINGEN. Mittlerweile hat sie erfolgreich ihre Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation bei der Boston Consulting Group abgeschlossen und wurde aufgrund ihrer guten Leistungen übernommen. Seit September dürfen wir Sie wieder in der JOBLINGE-Familie willkommen heißen, dieses Mal als Mentorin!

Motivation und Lernen lernen für die Frankfurter Joblinge

Bundesweit werden 24,6 % der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst *, die Statistiken lassen die Annahme zu, dass viele Probleme erst durch eine mangelnde Kommunikationskultur eskalieren.
Grund genug für uns, einen Austausch mit Azubis und Ausbildungsbetrieben ins Leben zu rufen, der dem potentiellen Abbruch präventiv entgegenwirken soll. Seit dem im September 2016 gestarteten Lehrjahr bereitet die neu eingeführte Seminarreihe Azubis des ersten Ausbilundgsjahres auf die Stolperfallen und Chancen von Kommunikation, Konflikten, Feedback- und Fehlerkultur sowie Strategien der Motivation und des "Lernen lernen" vor. Das Programm startete im September im ersten Ausbildungsmonat und beinhaltet insgesamt sechs Seminarbausteine. Das Interesse ist rege, die Teilnahme hoch, das Engagement und Feedback sehr positiv. Auch die Ausbilder gaben positive Rückmeldung und sprechen von einer guten Weiterentwicklung ihrer Azubis.

(* https://www.bibb.de/dokumente/pdf/bibb_datenreport_2016.pdf)

Die Wirtschaft schreibt!

Im November lud die IHK Frankfurt gemeinsam mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft (SPTG) zu einem Gipfeltreffen der besonderen Art: 16 Unternehmensteams duellierten sich in einem Diktatwettbewerb!

In Zeiten der automatischen Sprachkorrektur stellt die deutsche Rechtschreibung den ein oder anderen vor eine echte Herausforderung - Zurzeit oder Zur Zeit? Belletage oder Beletage? Freitagabend oder Freitag Abend? Die durchschnittliche Fehlerzahl betrug 23,7 Fehler. „Angesichts des digitalen Kommunikationswandels zeigt der große Diktatwettbewerb auf sportlich-heitere Weise, wie anregend und nützlich es nach wie vor ist, sich mit Rechtschreibung auseinanderzusetzen“ sagt Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender, Stiftung Polytechnische Gesellschaft (SPTG), Frankfurt am Main. „Der Diktatwettbewerb liegt mir persönlich sehr am Herzen. Digitale Rechtschreibkorrektur ist nur eine Hilfestellung, längst nicht alle Fehler werden so behoben, man kann sich nicht auf der vermeintlichen Sicherheit ausruhen. Es gibt lustige, verwirrende oder auch wirklich ungünstige Rechtschreibfehler, aber sie alle wirken nun mal unprofessionell und werfen ein schlechtes Licht auf den Absender und auf das Unternehmen, in dessen Namen er schreibt", sagt Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer, IHK Frankfurt am Main.

Die beiden Initiatoren verdoppelten jeweils das Startgeld der Teilnehmer. So kamen 7.650 Euro zusammen, die Matthias Gräßle und Dr. Roland Kaehlbrandt an die gAG FrankfurtRheinMain übergaben.

Wir bedanken uns herzlich für die kollektive Fleißarbeit!

Neugierig geworden? Das Diktat finden Sie hier. http://www.frankfurt-main.ihk.de/imperia/md/content/pdf/presse/161107_diktat_ihk_glossar_nh.pdf

JOBLINGE Kompass erhält den Hessischen Integrationspreis 2016

JOBLINGE Kompass, das neue Programm für junge Geflüchtete, wurde mit dem Hessischen Integrationspreis 2016 ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 16. November 2016 im Wiesbadener Schloss Biebrich statt – die Begründung der Jury liest sich so:

„Mit dem Projekt der JOBLINGE gAG FrankfurtRheinMain, das an den Standorten Frankfurt am Main und Bensheim durchgeführt wird, zeichnet die Jury eine weitere vorbildliche Initiative aus, die mit ihrem methodisch hervorragend entwickelten Konzept die Grundlage für die erfolgreiche Suche nach einem Ausbildungsplatz und dem Abschluss eines Ausbildungsvertrages bildet. Besonders beeindruckt hat die Jury die Einbeziehung von ehrenamtlichen Mentoren im Rahmen eines „Mentorenprogramms“. Sie motivieren die jungen Flüchtlinge und bereiten sie auf das Berufsleben in Hessen vor. Zu loben ist aus Sicht der Jury auch, dass Unternehmen auf vorbildliche Weise junge Menschen unterstützen, um ihre beruflichen Karieren zu starten. Auch dann, wenn es nicht so einfach ist.“

Das Kompass Team aus FrankfurtRheinMain freut sich riesig und dankt dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration für die Auszeichnung!

Mehr Informationen und die Mitglieder der Jury finden Sie in der Mitteilung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.


Bensheim: Gemeinsamer Beat

Von Tag 1 an profitieren am JOBLINGE-Standort Bergstraße die Teilnehmer sowohl des regulären Programms als auch des neuen Programms Kompass für junge Geflüchtete voneinander. Im Percussion-Workshop unter der Anleitung von Angela Kanzler entwickelten 18 Jugendliche innerhalb einer Woche einen gemeinsamen Rhythmus, der bei der Abschlussaufführung alle Anwesenden in seinen Bann zog- von U25 Jobcenter Sachgebietsleiter Fritz Strössinger bis hin zu den zahlreich anwesenden Mentoren. Beim Musikmachen überwanden 7 Teilnehmer aus dem regulären Programm und 11 Geflüchtete sprachliche und musikalische Barrieren. Denn beim Musizieren funktioniert auch die nonverbale Kommunikation, und eine gute Gruppendynamik ist die beste Unterstützung, um im Takt zu bleiben.

Dass dieser Teamgeist auch über die darauf folgenden Phasen beim Deutschlernen, Bewerbungen schreiben und über gemeinsame Mittagspausen weitergepflegt wurde, halten wir für gelungene Integration - für beide Seiten.

Auf die weitere enge Zusammenarbeit von JOBLINGE und JOBLINGE Kompass in der Bergstraße freuen wir uns schon jetzt!

Darmstadt: Teambuilding mit den Profis

Der aktuellen Darmstädter Gruppe kam zuletzt eine ganz besondere Ehre zuteil: Im November durften die Teilnehmer an einer 90-minütigen Trainingseinheit im neu erbauten Nachwuchsleistungszentrum des Erstligisten SV Darmstadt 1898 e.V. teilnehmen.

„In den heiligen Hallen“ der Darmstädter Lilien, dem Merck-Nachwuchsleistungszentrum, den Ball zu kicken war sowohl für die männlichen als auch für die weiblichen Joblinge ein tolles Erlebnis. Zudem lernten die Teilnehmer noch einiges: zu Beginn wurden Pass- sowie Torschussübungen durchgeführt, im Anschluss gab es noch ein gemischtes Abschlussspiel.

Das Ziel der Kultur- und Sportworkshops ist Teambuilding, die Erweiterung der Frustrations-toleranz, Stressabbau und ein Motivationsschub. Unabhängig von Fähigkeiten und Erfahrungen ist das Fazit mit den intensiven Workshops durchweg positiv: Auch der Ausflug zum SV Darmstadt setzte wieder positive Energie frei, die die Teilnehmer für die engagierte Ausbildungsplatzsuche dringend benötigen.

Unser Dank geht an den SV Darmstadt!

Offenbach: Berufsorientierung von und für Joblinge

Ein wesentlicher Aspekt in der Orientierungsphase ist für jeden JOBLINGE-Teilnehmer die berufliche Orientierung: Gemeinsam wird herausgearbeitet, was für eine Ausbildung zu den Stärken und Vorstellungen eines jeden passt und zugleich realistisch erreichbar ist. Dass falsche Vorstellungen und das schlechte Image einer Branche der unvoreingenommenen Suche nach einem Ausbildungsplatz oft im Weg stehen, erleben wir immer wieder.

Die Offenbacher Joblinge wollten es anders machen und nahmen unterschiedliche Ausbildungsberufe genauer unter die Lupe. Sehen Sie sich hier das Ergebnis des unternehmerischen Praxisprojekts zum Beruf des Friseurs an.


Ludwigshafen: Kultur in Ludwigshafen

Spannende Zeiten liegen hinter den Teilnehmern und Mitarbeiten des neuen Standorts in Ludwigshafen. Während sich die Teilnehmer der Gruppe 1 bereits in ihren Ausbildungsplätzen bewähren, startete im September bereits die zweite Gruppe!

Zwei spannende Kulturwochen haben die 18 Jugendlichen aus Ludwigshafen hinter sich: Zunächst ging es ins Wilhelm-Hack Museum zu einem mehrtägigen Kunstworkshop. Die Teilnehmer entwickelten gemeinsam ein Triptychon, welches ihre Berufswünsche mittels verschiedener Kunsttechniken zum Ausdruck brachte. Zum Abschluss wurde das Kunstwerk auf einer Vernissage im Museum für Museumsbesucher und Mentoren ausgestellt.

Schon im Oktober kam das nächste kulturelle Highlight auf die Joblinge zu. Bei einem Theaterworkshop im Nationaltheater Mannheim bekamen unsere Teilnehmer einen ersten Einblick in die faszinierende Welt der Schauspielerei. Gekrönt wurde dieser Eindruck mit einem abendlichen Theaterbesuch, zu dem die Teilnehmer auch ihre Mentoren einluden.

Einen direkten Einblick in unsere Arbeit gewährt ein Beitrag des SWR-Rheinland Pfalz, der uns im November besuchte. 

Wiesbaden: Angewandte MINTWelten

Das Matching von Neigung und Begabung sowie ein entsprechend passendes Unternehmen zu identifizieren sind unsere Themen bei der Berufsfeldfindung. Diese Schnittmenge festzustellen, ist für viele Menschen eine lebenslange Aufgabe. Klar ist, dass theoretische Tests wenig Rückschlüsse über Neigungen zulassen. Begabungen werden hier meist mit gelerntem Wissen gleichgesetzt. Gerade der JOBLINGE Zielgruppe fehlt oftmals die Möglichkeit, ihre Begabung voll auszuschöpfen. Diese Ausgangsvoraussetzung macht eine gründliche theoretische und praktische Kompetenzfeststellung in der Orientierungsphase unerlässlich. Auf Basis dieser Voraussetzung haben wir in Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen und der Wissenschaftsagentur two4science (https://www.two4science.de/) praktische Rekrutierungsworkshops entwickelt. Das Ziel ist dabei nicht nur die Neigungs- und Begabungsfeststellung der Teilnehmer, sondern auch das unverstellte Kennenlernen von potentiellen Kandidaten durch die Unternehmen. Sie werden durch die MINTWelten-Workshops die Möglichkeit bekommen, Joblinge bei der Arbeit zu beobachten, hautnah und unverbindlich zu erleben, wie sie Aufgaben angehen, ob sie strukturiert und gut in der Gruppe arbeiten, aber auch wie leicht ihnen die entsprechend typische Arbeitsweise von der Hand geht.

Beim IT-Beratungs- und Systemhaus Aareon in Mainz ist das Konzept voll aufgegangen. Nach dem ElektronikWelt-Workshop konnten zwei Teilnehmer auch beim regulären Auswahltag im Anschluss überzeugen und haben jetzt bereits ihren Ausbildungsvertrag für Sommer 2017 in der Tasche. Dr. Manfred Alflen, Vorstandsvorsitzender der Aareon AG, betont hierzu:

„Wir wollen jungen motivierten, engagierten und neugierigen Menschen eine Chance geben – gerade, wenn der Schulabschluss vielleicht auch Ecken und Kanten hat. Im Berufsleben kommt es auf viele weitere Persönlichkeitsmerkmale an. Daher unterstützen wir gerne die Initiative JOBLINGE und profitieren davon, potentiellen Nachwuchs für Aareon kennenzulernen.“

Wir danken Aareon AG und der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit!