News gAG Berlin

„Berlin ist bunt, cool, laut, dreckig, sozial und unternehmerisch ... In Berlin ist alles möglich!“ Hochmotiviert präsentierte sich der Berliner Standort auf der diesjährigen Herbsttagung der JOBLINGE in Leipzig. In den letzten Monaten ist viel passiert – wir zählen längst nicht mehr zu den vielen Startup-Unternehmen der Hauptstadt. Im Gegenteil: Nach erfolgreichen ersten Jahren geben wir jetzt mit zwei Standorten – Pankow und Friedrichshain – sowie mit dem Projekt EQ HOCH ZWEI Vollgas. Das Ziel ist klar: Einen nachhaltigen Beitrag gegen Jugendarbeitslosigkeit in Berlin zu leisten. 

In Pankow ist seit dem 01. Juli 2015 das Projekt „Ausbildungsstart“ in vollem Gange. Hierfür konnte die gAG-Berlin die stark umworbenen Mittel des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales für sich gewinnen. Die ersten 20 Jugendlichen durchlaufen bereits das Programm. Sie werden betreut von dem bewährten Pankower Team, welches nun durch Katalin Lamberz, neue Unternehmenskoordinatorin, und Lea Haßkamp, neue Ausbildungsbegleitung, unterstützt wird. 

Am neuen Standort Friedrichshain startete im Oktober die zweite Joblinge-Gruppe – kurz nachdem die ersten Jugendlichen erfolgreich in Ausbildung und Arbeit vermittelt wurden. Das neue Friedrichshainer-Team hat damit seine Bewährungsprobe bestanden. In den letzten Wochen und Monaten hat es sich erfolgreich allen Herausforderungen gestellt sowie viele neue Unternehmenspartner und Mentoren gewonnen.

Auch das von der Berliner Wirtschaft (IHK-Berlin) geförderte Projekt EQ HOCH ZWEI setzt sich mit Hochdruck gegen Jugendarbeitslosigkeit ein und bringt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen mit Nachwuchskräften zusammen. Mit dem Projekt unterstützt die Joblinge gAG Berlin das von der Agentur für Arbeit geförderte Instrument der Einstiegsqualifizierung (EQ), um für die Jugendlichen die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn ideal zu überbrücken. Im Rahmen des von dem Projektteam begleiteten mehrmonatigen EQ-Praktikums in einem Unternehmen beweisen sich die Jugendlichen aktuell für eine Ausbildung im kommenden Jahr.

Bei all dem Wachstum verliert Berlin seinen sozialunternehmerischen Auftrag nicht aus den Augen. Für Jonas Hettwer, den neuen Standortleiter, und sein Team stehen strukturiertes Wachstum und nachhaltige Wirkung für den Berliner JOBLINGE-Standort im Vordergrund.

Im Folgenden noch zwei Highlights aus den aktuellen Joblinge-Gruppen:

„Perspektivwechsel“ – Fotoprojekt in Pankow

Im Projekt „Perspektivwechsel“ des Pankower Standorts setzte sich die aktuelle Joblinge-Gruppe mit der Wahrnehmung aus unterschiedlichen Perspektiven auseinander. Durch das Mittel der Fotografie lernten sie, dass sich die Wahrnehmung von etwas ändert, sobald sich der Blickwinkel verschiebt. Spielerisch und kreativ probierten sich die Teilnehmer zu diesem Thema mit der Kamera aus, wobei tolle Bilder entstanden. Die Erkenntnisse zum Thema Perspektivwechsel wurden anschließend von den Jugendlichen – unter professioneller Anleitung der Projektleiter – auf ihren Bewerbungsprozess und den Herausforderungen im Berufsleben bezogen. Besonderer Höhepunkt des Projektes war die Präsentation: Die Bilder wurden auf einer Veranstaltung, zu der Mentoren und Partnerunternehmen eingeladen waren, präsentiert. Das Publikum wählte die drei schönsten Bilder aus, die in den nächsten JOBLINGE-Berlin Jahreskalender 2016 aufgenommen werden.

Joblinge aus Friedrichshain unterstützten Flüchtlinge

Die Flüchtlinge, die aktuell nach Deutschland kommen, sind dringend auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Diese Erfahrung konnte auch die letzte Gruppe Joblinge in Friedrichshain im Rahmen ihrer gemeinnützigen Projektarbeit gewinnen. Sie halfen in der Notunterkunft Berlin-Karlshorst, die durch das Rote Kreuz getragen wird und in der aktuell Eintausend Menschen ein Dach über dem Kopf finden. Der Kontakt wurde über die Stiftung Berliner Sparkasse hergestellt, die JOBLINGE in Berlin seit Jahren fördert.

Die Joblinge erfuhren schnell, wie dringend ihre Hilfe in der Notunterkunft überall gebraucht wird: Sie halfen in der Kleiderkammer aus, indem sie Kleider sortierten und ausgaben. Für die vielen Kinder in der Notunterkunft organisierten sie einen Basteltisch und boten einen Fußballworkshop an. Sie sammelten den Müll auf dem Gelände ein. Zusätzlich sorgten sie für die Beschilderung in der Unterkunft in verschiedenen Sprachen. Die vielen Herkunftsländer der Joblinge ermöglichten, dass die Hinweisschilder in mehr als fünf Sprachen übersetzt werden konnten – dazu gehörten neben Türkisch und Englisch auch Bosnisch, Arabisch sowie Persisch. Für die Joblinge war diese Projektarbeit eine wertvolle Erfahrung, in der sie ein starkes Engagement für die anschließende Aufnahme in das JOBLINGE-Programm bewiesen.

Zukünftig will die Joblinge gAG in Berlin noch intensiver gegen Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel in der Hauptstadt vorgehen. Im kommenden Jahr plant sie erneut zu wachsen und möchte sich dabei auch mit JOBLINGE für Flüchtlinge für die berufliche Integration von Flüchtlingen einsetzen.