Leipziger Teilnehmer schulen Schlagabtausch mit Worten

Gegensätzliche Meinungen akzeptieren und in puncto Sprache sicherer werden. "Jugend debattiert" kooperiert mit JOBLINGE in Leipzig.

Debattieren schult: Das haben die Leipziger JOBLINGE-Teilnehmer im Kompass Programm selbst erlebt. Andere Meinungen respektieren, Konfliktfähigkeit schulen - und Sicherheit in der Sprache finden. Dieses Rundumpaket bietet "Jugend debattiert". Thema der ersten Debatte: Praktische Einstellungstests statt Zeugnisse?

 

Es ist wie ein Tanz, in dem man eine genaue Schrittfolge einhalten muss: Argument – Gegenargument – Entkräftigung des Gegenarguments und so weiter. Das ist Debattieren: unterschiedliche Meinungen respektvoll und mit Argumenten austauschen. In Leipzig ging es nun um die Frage, ob praktische Einstellungstests besser seien als Zeugnisse, wenn es ums Bewerben geht.

 

Eine Teilnehmerin argumentierte beispielsweise, dass ihre Großmutter keine Kochausbildung hatte, und trotzdem die Großfamilie bekochte. Manche Dinge könne man schließlich nicht im Zeugnis abbilden, wie die Liebe zum Kochen. Gegenargument: Für die Familie zu kochen sei das Eine, aber 100 Leute gleichzeitig beispielsweise in einem Restaurant zu bekochen etwas Anderes.

 

Um genau eine solche Auseinandersetzung mit verschiedenen Standpunkten und die Reflexion darüber geht es bei "Jugend debattiert". Konfliktfähigkeit schulen, lernen gegensätzliche Meinungen zu respektieren und Meinungsverschiedenheiten mit Worten beizulegen. Das fällt vielen erfahrungsgemäß schwer – so auch den JOBLINGE-Teilnehmern. Gleichzeitig schulten die Leipziger Kompass-Teilnehmer auch ihre sprachlichen Fähigkeiten und machten sich ebenfalls vertraut mit Debatten in demokratischen Prozessen.

 

Vielen Dank an die Hertie-Stiftung für die Finanzierung, an "Jugend debattiert" und an das Landesamt für Schule und Bildung für die Unterstützung sowie an die Kollegen in Leipzig.

 

JOBLINGE ist stets auf der Suche nach Projektpartnern für unser Kultur- und Sportprogramm