JOBLINGE bei den Pankower Theatertagen

Berufsorientierung mit Theater – ein Projekt der Stiftung Pfefferwerk

„Das Leben ist (k)ein Spiel“ – das ist der Name eines zweistufigen Theaterprojekts, das im Rahmen der Pankower Theatertage auf dem Pfefferberg stattfindet. Es führt Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zusammen, die sich zunächst auf spielerische Weise in Workshops an das Thema heranwagen und unter fachkundiger Anleitung in kleine Szenen umsetzen. Ihre Ergebnisse werden sie dann am Abend öffentlich präsentieren. Die gemeinsame Arbeit orientiert sich an Fragen der Zukunftsplanung, besonders der beruflichen Perspektive.

Die Projektidee entstand aus dem Anliegen heraus, die berufliche Orientierung von benachteiligten Jugendlichen zu unterstützen, das Miteinander im Gemeinwesen zu befördern und das soziokulturelle Segment im Veranstaltungsprofil des Pfefferbergs zu stärken. Sie auszugestalten und mit Leben zu erfüllen ist nur möglich geworden dank der Kooperation mit engagierten Pankower Akteuren: den Schauspielschulen Freie Akademie Berlin, art of acting, der Schauspiel-lehrerin Anahita Izadi sowie der JOBLINGE gAG Berlin, OASE Berlin e.V. und der Kurt-Tucholsky-Schule. So kommen nun aus diesem Anlass Schüler/innen in der Phase der berufliche Orientierung, Jugendliche und zugewanderte Erwachsene mit Schwierigkeiten beim Start ins Erwerbsleben sowie junge Menschen zusammen, die nicht nur dabei sind, ihren Traumberuf zu erlernen, sondern anderen auf diesem Weg sogar noch praktische Hilfestellung geben können. An der Vorbereitung der Veranstaltung waren auch der Schauspieler Michael Jussen und Mitarbeiterinnen der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH aktiv beteiligt.

Während der vier parallelen Workshops unter der Leitung erfahrener Dozent/innen geht es darum, sich gemeinsam themenbezogen Situationen und Szenen zu überlegen, diese nachzuspielen oder weiterzuentwickeln. Sie bieten den Teilnehmer/innen die Möglichkeit, kreative Potentiale zu entfalten, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, eigene Positionen einzubringen und sich selbst zu erfahren im Ausdruck, der Präsentation und im Auftreten, gerade in ungewohnten Situationen. Gleichzeitig geben sie Raum, Zukunftsängste, Erfahrungen und Fragen im Hinblick auf die Berufsfindung zu artikulieren. Und sie eröffnen sehr konkret einen Einblick in ein Berufsfeld, den Schauspielberuf. So können die Teilnehmenden viele Impulse für sich mitnehmen.

„Das Leben ist (k)ein Spiel“ – so lautet auch der Titel der abendlichen Aufführung der entstandenen Szenen. Sie bildet den abschließenden Höhepunkt des Theaterprojekts und verspricht nicht nur aufgrund der Akteure eine interessante Veranstaltung zu werden. So ist beispielsweise geplant, dass die vier Workshopgruppen ihre Beiträge schwerpunktmäßig mit jeweils anderen, sehr verschiedenen erfahrungsorientierten Methoden erarbeiten. Das Spektrum umfasst Bühnenkampf ebenso wie systemisches Spiel, Methoden der Clownsarbeit und der interkulturellen Körperarbeit wie Formen des indischen oder japanischen Tanztheaters – eine spannende Mischung also.

Zu dieser Vorstellung laden wir Sie sehr herzlich ein. Der Eintritt ist frei.