Design-Thinking-Workshop zur Ausbildung der Zukunft

Wie soll die Ausbildung der Zukunft konkret aussehen? Welchen Herausforderungen müssen sich Auszubildende und ihre Unternehmen in der Arbeitswelt 4.0 stellen? Und was soll in den "Methodenkoffer"?

Welchen Herausforderungen müssen sich Auszubildende und ihre Unternehmen in der Arbeitswelt 4.0 stellen? Wie soll die Ausbildung der Zukunft konkret aussehen? Und was soll in den „Methodenkoffer“? Diesen Fragen widmeten sich Ausbildungsverantwortliche, Auszubildende und Teilnehmende in einem Design-Thinking-Workshop. In Kooperation mit Zalando entwickelten JOBLINGE Mitarbeiter*innen der gAG Berlin die Idee für dieses Austauschformat. „Als JOBLINGE Organisation möchten wir unterschiedliche Menschen und Perspektiven in einem Raum zusammenbringen, um neue Ideen und Denkanstöße zu generieren, die am Ende jede*r wieder mit in den Arbeitsalltag nehmen kann“, so Lea Haßkamp zum Ziel der Veranstaltung.

 

Interaktiver Austausch

 

Fünf Zalando-Mitarbeiter*innen tauschten sich mit Vertreter*innen und Auszubildenden der JOBLINGE Kooperationsbetriebe WISAG, GRG, Rewe und Bayer in einem interaktiven Format miteinander aus. Zunächst sammelten Auszubildende und Ausbildungsverantwortliche in getrennten Gruppen bereits bestehende Angebote. In einem zweiten Schritt überlegten und erträumten sie sich, welche zusätzlichen oder weiterentwickelten Angebote die Ausbildung in ihrem Unternehmen voranbringen könnten. Die anschließende Präsentation der Ergebnisse löste zum Teil Überraschung aus. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Ausbilder so ähnliche Vorstellungen haben wie wir“, äußerte sich eine Auszubildende. „Ich bin positiv überrascht, dass die Entwicklungsmöglichkeiten bei den Azubis so große Priorität haben, sogar noch vor dem Gehalt!“,  so eine Ausbilderin.

 

Im zweiten Teil ging es in einem Mini-Design-Sprint in gemischten Gruppen an die konkrete Ausgestaltung einer Idee. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Eine Gruppe entwickelte das Online-Portal „Azubi-Joker“, welches Auszubildende firmenübergreifend nach Berufsgruppen vernetzt. Eine weitere Idee war die App „My Azubi-Point“ - zur Kommunikation und Hilfestellung von Azubis für Azubis. Besonders beliebt: Das Azubifest, das gemeinsam von Auszubildenden und Ausbilder*innen organisiert wurde.

 

Perspektivwechsel
 

Als persönliches Highlight betonten Teilnehmende die Möglichkeit eines Perspektivwechsels zwischen Auszubildenden und Ausbildungsverantwortlichen. „Erst hatte ich ein bisschen Bedenken, worauf ich mich da einlasse. Die neuen Methoden haben mir im Nachhinein sehr gefallen und einen guten Austausch ermöglicht“, so eine Ausbilderin zu der Design-Thinking-Methodik. Das informelle Zusammenkommen mit Blick auf die Spree in der attraktiven Zalando-Räumlichkeit wurde gern genutzt. Bei guten Gesprächen blieb schließlich nur eine Frage offen: „Wann und wie machen wir weiter?“