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Neue Kampagne #ausbildungberührt

19.08.2021 | Dachorganisation Überregional

In Deutschland gibt es über 320 anerkannte Ausbildungsberufe. Wer sind die Frauen und Männer, die unseren Alltag am Laufen halten? Welche Geschichten haben sie? Was lieben sie an ihrem Beruf? Und warum ist Ausbildung wichtig? In unserer Kampagne #ausbildungberührt stellen wir die Gesichter hinter den Berufen vor.
 

Ob der Dachdecker, die Klempnerin, der Bäcker oder die Elektronikerin – Ausbildung berührt unser Leben überall: Morgens beim Brötchen holen, mittags, wenn die Heizung streikt oder am frühen Abend, wenn wir unsere Kinder aus der Kita abholen.

In unserer Kampagne #ausbildungberührt stellen wir die Gesichter hinter den Berufen vor. Denn: Fakt ist, dass uns vor allem die Krise bewusst gemacht hat, dass wir tagtäglich mit Ausbildungsberufen konfrontiert und auf diese angewiesen sind. Unser Alltag würde ohne die zahlreichen Fachkräfte nicht laufen. Wir müssen uns den Wert dieser Berufe klarmachen und das vorherrschende Narrativ rund um die Berufsausbildung ändern: Zu oft kursiert das Stigma, "nur" eine Lehre oder Ausbildung abgeschlossen zu haben, während das Hochschulstudium mit sozialem Aufstieg, höheren Einkommenschancen und gesellschaftlicher Anerkennung verbunden wird. Das muss sich ändern!

Ausbildung ist absolut attraktiv

Der Ausbildungsmarkt schrumpft dramatisch: Schon 2021 könnte das Angebot auf bis zu 430.000 Verträge sinken. 100.000 weniger als noch 2019! Ein Rekordtief wie seit den 1970er Jahren nicht mehr. So lautet die Prognose des FiBS Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie.

Gleichzeitig zeigt sich: Ausbildung ist absolut attraktiv, denn viele Plätze werden durch Abiturient*innen besetzt. Das Abitur werde mehr und mehr zur zentralen Zugangsvoraussetzung für eine duale Ausbildung, folgern die Forscher*innen. Eine Hiobsbotschaft für alle Haupt- und Realschüler*innen, wenn das Angebot zurückgeht und nur nach Abschluss ausgewählt wird. 

Die Situation lässt sich mit bewährten JOBLINGE-Strategien lösen: Wir brauchen dringend mehr Unternehmen, die für das Gegenteil eintreten. Die gerade jetzt Praktika anbieten, bei denen Jugendliche sich beweisen können und jenseits von Noten und Schulabschluss zeigen können, wofür sie brennen. So steht die Wirtschaft für Bildungsgerechtigkeit ein – und auch für erfolgreiche Ausbildungsverläufe: Denn wer sich nach einem Praktikum für eine Ausbildung entscheidet, weiß, was da noch kommt und bleibt dabei. Gerade in Corona-Zeiten schaffen wir so nachhaltige Ausbildungen.

Hier geht es zu unserer Kampagnenseite.