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Eine außergewöhnliche Reise: Ulrike Garanins Highlights aus 13 Jahre JOBLINGE

16.12.2021 | Dachorganisation

Unsere Vorständin Ulrike Garanin war von Anfang an dabei. Damals als Unternehmensberaterin mit dem Wunsch, ihr Wissen und Engagement einem guten Zweck zu widmen, half sie, JOBLINGE von der Idee zur Wirklichkeit reifen zu lassen. Dreizehn Jahre später und an vielen Erfahrungen und einzigartigen Begegnungen reicher, geht es nun an eine neue Herausforderung! Sie wird bei der Boston Consulting Group eine Initiative rund um das Thema Green Construction aufbauen. Dabei wird sie einiges anwenden können, was sie bereits bei JOBLINGE lernen und erfahren durfte: Eine klare Vision zu formulieren und ihr dann treu zu bleiben, den Aufbau einer impact-orientierten Organisation, sektor-übergreifendes Win-win-Engagement und die Fähigkeit, Hürden nicht als Hindernis, sondern Innovationsanreiz zu sehen. Mit dieser Haltung hat sie JOBLINGE geprägt und uns gemeinsam mit Kadim Tas zu der Organisation gemacht, die wir heute sind. Dreizehn Jahre JOBLINGE  lassen sich nur schwer in einen Beitrag packen, deswegen haben wir Ulrike selbst gefragt und sie hat mit uns die Highlights Ihrer JOBLINGE-Zeit geteilt:

Von der Vision zur Realität – Pilotierung in Zwiesel

„Meine – vielmehr unsere – Vision war und ist es, für jede*n Jugendliche*n eine berufliche Zukunft zu schaffen – unabhängig von Herkunft, Bildung und sozialen Hintergrund. Dass wir nicht akzeptieren, dass es Jugendliche gibt, die abgehängt werden. Und, dass wird die Hürden auf dem Weg dahin, die wir als Gesellschaft selbst aufgebaut haben, gemeinsam wieder abreißen“

Die Jugendlichen immer im Fokus – mehr als 13.000 Teilnehmende seit Beginn der Initiative

„Die Jugendlichen haben mich zuallererst Demut gelehrt: Wir haben so viele Jugendliche im Programm, die größten Respekt verdienen – und ihn nicht bekommen, weil das Raster, mit dem wir als Gesellschaft Erfolg messen, so eindimensional ist. Aber ich habe auch gelernt, dass eines der größten Hindernisse auf dem eigenen Weg darin besteht, für das eigene Schicksal – egal, wie schwierig die äußeren Umstände es machen – nicht selbst Verantwortung zu übernehmen. Und ich durfte erleben, dass im tiefsten inneren vieler Jugendlicher ein Kern ist, der in erstaunlich schneller, der in erstaunlich schneller Zeit aufblühen und wachsen kann.“

Skalierung und Übertragbarkeit – neue Ansätze und Ideen

„Wir waren uns einig, dass es – entgegen allen veröffentlichten Statistiken – keinen wirklichen Grund gibt, warum die geflüchteten Teilnehmenden mit der richtigen Unterstützung nicht genauso erfolgreich sein könnten, wie alle anderen JOBLINGE-Teilnehmenden. Aber der Anfang war nicht einfach. Wir haben viel in den Piloten gelernt und die Umstände haben sich teils täglich geändert. Aber relativ bald hat sich gezeigt: Es klappt! Mittlerweile konnten wir über 2.000 Geflüchtete erreichen – und sie mit 70 Prozent Vermittlungs- und über 90 Prozent Nachhaltigkeitsquote unser ganzer Stolz.“

Vom Start-up zur mittelständigen Organisation- 350 Kolleg*innen an über 30 Standorten bundesweit

„Am meisten werde ich die Kolleg*innen, das unglaubliche JOBLINGE-Team, mit dem ich arbeiten durfte, vermissen! Der Humor, die Begeisterung, sich in Neues zu stürzen, die Unbedingtheit, mit der sie vorangetrieben wurde. Ich bin mir sehr bewusst, was für ein seltenes Privileg es ist, mit einer solchen Truppe zusammenarbeiten zu dürfen. Und ich bin unglaublich dankbar für all das Vertrauen, die harte Arbeit und die freundschaftliche Verbundenheit.

Widerstände.Mutig.Weiterdenken – gemeinsam durch die Corona-Krise

„Letztes Jahr mussten wir die bisher existenziellsten Frage beantworten: Schaffen wir es, unserer Mission treu zu bleiben, wenn höhere Gewalt – die Pandemie – die Unterstützungsbedürftigkeit unserer Jugendlichen über Nacht weiter nach oben schnellen lässt und gleichzeitig die Grundlagen unserer Arbeit gefährdet? Ich bin bis heute sehr stolz darauf, wie wir durch radikale Digitalisierung, den Mut zu Investitionen statt Sparkurs und einem unglaublichen bundesweiten Team-Einsatz in der Lage waren, die Betreuung durchgängig aufrecht zu erhalten, sodass unsere Teilnehmenden selbst in der Pandemie den Weg in die Ausbildung auf gewohnt hohem Niveau meistern konnten“.