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2021: So geht es weiter

06.04.2021 | Überregional

2021 packen wir Projekte mit frischer Kraft an, die uns zum Teil bereits seit 2019 begleiten. Projekte, die uns während der von Corona ausgelösten Bildungskrise gezeigt haben, dass sie unerlässlich für die Arbeit von JOBLINGE sind. Denn unser Fokus richtet sich schon länger auf die Teilgruppen von jungen Erwachsenen mit schwierigen Startbedingungen, die nicht von den Strukturen der öffentlichen Hand aufgefangen werden. Für uns steht die Frage im Raum: Wie können wir Personen helfen, von denen unsere Auftraggeber der öffentlichen Hand zum Teil gar nicht wissen. 
 

PLAN A: Aktivierung von Jugendlichen 

Kernstück dieser Strategie ist seit 2019 PLAN A. Unsere Aktivierungskampagne haben wir 2020 nur selten mit den ursprünglich eingesetzten Ausbildungspromoter*innen besetzen können – doch der Umzug auf unterstützende digitale Werbeformate zeigt sich vielversprechend. Werbung für Ausbildung, Werbung für eine eigene Zukunft dort, wo wir benachteiligte Jugendliche ohne bürokratische Umwege finden und unterstützen können. Unsere digitalen Ausbildungsmessen 2020 und 2021 haben gezeigt, dass diese Wege auch während der Pandemie funktionieren. Wir freuen uns darauf, unsere Expertise hier weiter ausbauen und einsetzen zu können. 


Das JOBLINGE Erziehendenprojekt: Ausbildung und Arbeit für junge Eltern 

Jungen Eltern ohne Ausbildung fällt der Einstieg ins Arbeitsleben oft schwer. Dabei ist die berufliche Bildung hier doppelt wichtig – denn das Ausbildungsniveau der Eltern hat auch einen zentralen Einfluss auf die Perspektiven ihrer Kinder. Mit unserer Initiative für Eltern begleiten wir junge Mütter und Väter auf ihrem Weg in (Teilzeit-)Ausbildungen. Dabei arbeiten wir eng mit Sozialunternehmen und Expert*innen hinsichtlich familienbezogener Themen sowie Institutionen im Bereich Vereinbarkeit von Beruf und Familien zusammen – so können wir gemeinsam einen Rahmen für junge Eltern schaffen, der ihnen den Einstieg in die Arbeitswelt ermöglicht. Nach der Pilotierung in München und im Ruhrgebiet wollen wir in diesem Jahr noch viel mehr junge Eltern ansprechen und sie auf diesem Weg begleiten. 


Das basecamp

In Frankfurt haben wir die Erkenntnisse unserer bewährten Ausbildungsbegleitung um einen festen Lernort und ein weitergreifendes Konzept ergänzt, um zu garantieren, dass Jugendliche in der Ausbildung nicht an lösbaren Problemen scheitern. Mit dem basecamp wollen wir Azubis und nicht nur JOBLINGE-Alumni einen festen Lehr- und Lernort bieten, um Herausforderungen der Ausbildung noch besser auffangen zu können und die jungen Erwachsenen nachhaltig fit für die Arbeitswelt 4.0 zu machen. Eine sozialpädagogisch gestützte Ausbildungsbegleitung mit Fokus auf digitalen Kompetenzen, fachlicher Weiterbildung und einem umfassenden Kultur- und Sportprogramm ist Ziel des innovativen Konzeptes. Unser Pilotstandort im Frankfurter Ostend ist auf 800 Quadratmetern für Azubis gleichzeitig Lernort und Community-Raum mit besonderen Projekten zum Ausbau digitaler Fähigkeiten. Eigentlich auf die wichtige Betreuung in Präsenz ausgerichtet, haben wir das Konzept auch hier auf 100 Prozent digitale Füße gestellt und wollen es, sobald die Infektionslage es wieder zulässt, langfristig in einem hybriden Modus laufen lassen.