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Der Rekord-Mentor

16.11.2021 | gAG Leipzig

JOBLINGE-Mentor Dieter Lange

20 Mentees hat Dieter Lange von der HypoVereinsbank bei JOBLINGE in Leipzig schon auf dem Weg in die Ausbildung begleitet. Im Interview erzählt er, was ihn im Ehrenamt antreibt und warum ein bisschen Lampenfieber immer noch dazu gehört.

Herr Lange, seit acht Jahren sind Sie Teil der JOBLINGE-Familie in Leipzig. Im Oktober dieses Jahres sind Sie in Ihr 20. Mentorat bei uns gestartet. Wie sind Sie zu JOBLINGE gekommen?

Von JOBLINGE erfahren habe ich damals bei einem Townhall-Meeting meines Arbeitgebers, der HypoVereinsbank Leipzig. Das Ehrenamt als Mentor hat mich direkt angesprochen, weil ich bereits mit Auszubildenden zu tun hatte und hier die Möglichkeit sah, einen positiven Mehrwert für die junge Generation zu leisten.

Was ist wichtig in der Rolle als Mentor oder Mentorin?

Als Mentor muss ich mich auf die Jugendlichen einlassen können: Ich sollte nicht denken, dass mir jemand von der Kragenweite nicht passt, sondern sollte unvoreingenommen herangehen.

Ich ermuntere meine Mentees zu einem offenen Austausch und Ehrlichkeit. Gleichzeitig sind Regeln, wie zum Beispiel sich zuverlässig an Termine zu halten, wichtig. Gemeinsam mit gegenseitiger Wertschätzung sind das für mich die beiden Grundpfeiler im Mentorat.

Ich stelle mich bei meinen Mentees wie eine Art großer Bruder vor: Ich habe für alle Themen ein offenes Ohr, egal ob beruflich, privat oder familiär.

Welchen Rat würden Sie neuen Mentor*innen geben?

Man sollte interessiert sein am Gegenüber und einen unvoreingenommenen Umgang mit Menschen pflegen. Nützlich ist es zudem, zwischen den Zeilen zu lesen, aber auch ehrlich und offen sein, wenn es zwischenmenschlich mal nicht passt. Wichtig ist, dass man auch mal unangenehme Sachen ansprechen kann, also sowohl positives als auch negatives Feedback geben und nehmen kann.

Spielt sich nach 19 Mentoring-Tandems schon eine gewisse Routine ein?

Klar, bei meinem allerersten Mentorat war ich noch sehr unsicher, ob ich es richtig mache – und ob ich die richtige Person bin für meinen damaligen Mentee. Mittlerweile ist vieles schon Routine. Trotzdem habe ich vor dem Matching-Termin noch etwas Lampenfieber und bin jedes Mal gespannt, auf wen ich dieses Mal treffen werde. Schließlich ist jeder Mensch einzigartig und verschieden.

Sicher ist jedoch immer: Als Mentor erweitere ich mit jedem*r neuen Mentee meinen Horizont. Und mit jedem*r Mentee finde ich Gemeinsamkeiten und spannende Themen, über die wir uns austauschen können. Ich freue mich schon auf die nächsten 20 Mentorate – denn JOBLINGE ist für mich ein rattenscharfes Programm.


Lieber Herr Lange, ein großes Dankeschön für Ihr Engagement und für dieses Interview!