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Der Jahresrückblick 2021: gAG Ruhr

17.12.2021 | gAG Ruhr

Im Ruhrgebiet hat JOBLINGE in diesem Jahr Corona-Konzepte aus 2020 konsolidiert und weiterentwickelt. Rein digitale Konzepte gingen mit sinkenden Infektionszahlen wieder in hybride Modelle über. Im Laufe des Jahres und mit wieder steigenden Infektionszahlen zeigte sich, dass sich die strategische Entscheidung für Modelle auszahlt, die langfristig gegenüber verschiedenen Corona-Situationen widerstandsfähig sind. 

Im Frühjahr begrüßte JOBLINGE im Ruhrgebiet den 1.500-sten Teilnehmenden im Programm, der zum Ausbildungsjahr 2021/2022 erfolgreich in seine Wunschausbildung als Fachinformatiker startete. Mittlerweile haben fast 1.700 junge Menschen die Chance auf eine selbstbestimmtere Zukunft durch JOBLINGE im Ruhrgebiet erhalten. 

Die Auslastung der Standorte im Ruhrgebiet lag in diesem Jahr bei knapp 80 Prozent. Eine Zahl, die die Kolleg*innen aus der Region nicht glücklich macht und zeigt, dass die Bundesagentur für Arbeit und die Jobcenter in ihrer zurückhaltenden Kundenbetreuung in Präsenz weiterhin Probleme haben, ihre Kund*innen zu erreichen. Im Kontext der Erfahrungswerte und der allgemeinen Auslastung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen von teilweise nur 30 Prozent stellt sich die Auslastung im Ruhrgebiet aber in einem gänzlich anderen Licht dar. Erreicht werden konnte dieser Erfolg nur durch eine kollektive Kraftanstrengung: etwa mehr Infoveranstaltungen, personalintensive Erstansprachen oder die Aktivierung über Social-Media-Werbekampagnen. Eine wichtige Zielgruppe bleibt in diesem Bereich vor allem die der jungen Erziehenden: Denn gerade sie profitieren von einer Berufsausbildung, um dem Nachwuchs wiederum Zukunftschancen zu ermöglichen. 

Umso besser, dass diese Zielgruppe nun auch von der neuen Regierungskoalition erkannt und gefördert wird. "Wir werden Frauen gezielt mit passenden Angeboten unterstützen und dabei insbesondere darauf achten, dass Mütter von kleinen Kindern früher, auch durch Angebote in Teilzeit (z. B. Teilzeitausbildungen) besser erreicht werden", heißt es im Koalitionsvertrag. JOBLINGE für junge Erziehende bietet die Strukturen, um genau das zu schaffen. Im Ruhrgebiet wird darum der Fokus 2022 auf den jungen Erwachsenen liegen, die besonders gefährdet sind, durch das soziale Netz unserer Gesellschaft zu fallen.