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Corona: gemeinsame Lösungen finden

17.04.2020 | Überregional

Nachdem unsere regionalen Standorte wie alle anderen Bildungseinrichtungen geschlossen wurden, haben wir unser Betreuungsprogramm schnellstmöglich auf ein digitales Modell umgestellt und versuchen unser Programm in diesem Modus zu verstetigen. Trotzdem gilt für uns: Physische Präsenz ist nicht zu ersetzen. Darum sehen wir das digitale als Zusatzangebot, neben dem klassischen JOBLINGE Programm.

Kurz vor Ostern wurde bekannt, dass sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer am Dienstag nach Ostern, 14. April zu einem Austausch treffen wollten, um über die Möglichkeiten einer Verstetigung von digitalen Maßnahmen zu beraten. Unsere Kernforderungen zu einer Absicherung unserer Schutzbefohlenen, haben wir den Ministerpräsidenten noch am Karfreitag mitgeteilt.


1. Perspektiven für Jugendliche, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht in einer Maßnahme sind
Es muss sichergestellt werden, dass für die Zeit der Corona-Krise auch Zuweisung in digitale Angebote erfolgen kann. Diese Angebote werden sobald wie möglich wieder in der ursprünglich geplanten ‚physischen Betreuung“ fortgesetzt. Eine Maßnahme, die die von der Bundesagentur für Arbeit am 8. April 2020 aufgestellten Regelungen zur Fortsetzung von Maßnahmen in digitaler Form erfüllt, muss grundsätzlich für alle förderberechtigten Jugendlichen zugänglich sein – auch für die, die zum Stichtag 1. April 2020 noch nicht zugewiesen wurden.
Wird diese Regelung nicht geschaffen, ist zu befürchten, dass viele Träger allein aus wirtschaftlichen Gründen die digitale Betreuung – auch für den aktuell laufenden Betrieb – infrage stellen, da sie sich durch eine geringe Auslastung gegebenenfalls für sie rein finanziell nicht abbilden lässt und da durch das SodEG eine gangbare Alternative geschaffen wurde. So hätte der Gesetzgeber zwar die Zukunft der Sozialdienstleister gesichert, die Zukunft derjenigen, denen die Sozialdienstleister dienen sollen – nämlich die Zukunft der Arbeitslosen – jedoch nicht.

2. Bundesweit einheitliches Recht auf Unterstützung – auch und gerade während der Krise
Es muss ein bundesweit gültiger Rahmen geschaffen werden, der die Zuweisung zu digitalen Maßnahmen während der Corona-Krise ermöglicht. In Abwesenheit einer einheitlichen Regelung auf Bundesebene erleben wir zurzeit lokal sehr unterschiedliche Rückmeldungen zu möglichen Neuzuweisungen von Teilnehmern durch die Jobcenter. Dass lokale Unterschiede in der Epidemie-Situation dazu führen können, dass eine Wideraufnahme des ursprünglichen Betriebes nicht einheitlich terminierbar ist, ist vollständig nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist jedoch, dass das aktuell dazu führt, dass Jugendliche abhängig von ihrem Wohnort von Unterstützungsleistungen abgeschnitten sind, obwohl diese unabhängig von der Epidemie-Situation digital geleistet werden können.

3. Regelung von AVGS-Maßnahmen in Remote-Betreuung
Die Regelung zur schnellen und unbürokratischen Umstellung auf digitale Formate während der Zeit der Corona-Krise muss auf die Ausstellung neuer Gutscheine in AVGS-Maßnahmen erweitert werden. Um jungen Menschen im Übergangssystem gute und vor allem schnelle Lösungen zur Qualifizierung und Vermittlung in Ausbildung und Arbeit anzubieten, sollten Neuzuweisungen für den Zeitraum der geltenden Verordnungen des Infektionsschutzgesetzes ebenfalls mit einer Äquivalenzbescheinigung möglich sein.


Unsere Forderungen in ausführlicher Form, inklusive aller Ergänzungen finden Sie hier.