Gemeinsam gegen Jugendarbeitslosigkeit
Kein Abschluss, keine Ausbildung, kein Arbeitsplatz. Für viele Jugendliche endet der Weg ins Berufsleben, bevor er begonnen hat. JOBLINGE schafft Job-Chancen für junge Menschen, die Anschluss suchen.
Jeder zweite Hauptschulabgänger in Deutschland hat ein Jahr nach Verlassen der Schule noch keinen Ausbildungsplatz. Auf schriftliche Bewerbungen erhalten die Jugendlichen Absagen, in Praktika und Qualifizierungsprogrammen verbringen sie Warteschleifen, ohne an ihr eigentliches Ziel zu kommen: zu einem echten Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, der ihren Wünschen, aber auch Stärken und Interessen entspricht. Um diesen Jugendlichen eine Perspektive zu geben, haben die Boston Consulting Group und die Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG die Initiative JOBLINGE ins Leben gerufen – ein gemeinsames Engagement von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft für geringqualifizierte arbeitslose Jugendliche.
Praxis ab Tag 1 und individuelle Förderung
Bei JOBLINGE können junge Menschen ihre Fähigkeiten in der Praxis unter Beweis stellen – jenseits von Schulnoten und klassischen Bewerbungsgesprächen. In einem rund sechsmonatigen Programm erlernen die Jugendlichen „on the job“ wichtige Schlüsselqualifikationen, trainieren soziale Kompetenzen und erarbeiten sich ihren Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Unterstützt werden sie dabei von JOBLINGE-Mitarbeitern und Mentoren, geschulten ehrenamtlichen Helfern mit Lebens- und Berufserfahrung. Am Ende steht die Vermittlung jedes Joblings – in eine reguläre Ausbildung oder Anstellung, die zu ihm passt.
Gemeinsames Engagement – von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft
JOBLINGE mobilisiert Menschen und Institutionen, damit sie sich mit ihren jeweiligen Kompetenzen in die Initiative einbringen. Den Rahmen für dieses gemeinsame Engagement setzen lokal getragene gemeinnützige Aktiengesellschaften (gAGs). Jeder Standort bildet eine eigene gAG: Unternehmen, Kommunen, Stiftungen oder Privatpersonen beteiligen sich als Aktionäre, ein Social Entrepreneur lenkt als Vorstand die lokale gAG und Aufsichtsräte aus Partnerunternehmen dienen als Kontrollgremium. Jeder bringt sein Netzwerk ein. Die Finanzierung der einzelnen JOBLINGE gAGs erfolgt mit Hilfe der öffentlichen Hand sowie durch Spenden von Organisationen und Privatpersonen.
Wachstum – auf dem Weg zur bundesweiten Initiative
2008 nahm die erste JOBLINGE gAG ihre Arbeit in Zwiesel im Bayerischen Wald auf, ein Jahr später wurde die Münchner gAG gegründet und seit Juni 2010 gibt es die ersten Joblinge in Berlin – weitere Standorte folgen, die Initiative wächst. Damit JOBLINGE auch in anderen Städten Fuß fassen kann, setzt die Initiative auf Wachstum: Lokale Partnernetzwerke können das fertige Konzept nutzen und bei sich vor Ort umsetzen – unterstützt von einer gemeinnützigen JOBLINGE-Dachorganisation.

